Über Blutkrebs und die DKMS
Blutkrebs ist nach wie vor die häufigste Ursache für krebsbedingte Todesfälle bei Kindern. Viele Patienten überleben nicht ohne eine Stammzellspende. Je schneller ein „Match“ gefunden wird, desto größer sind die Überlebenschancen der Patienten. Die drei wichtigesten Blutkrebsgruppen sind Leukämien, Lymphome und Myelome.
Neben den verschiedenen Arten von Blutkrebs gibt es noch eine Reihe anderer Erkrankungen, bei denen die Stammzelltransplantation oft die einzige Chance auf Heilung ist. Dazu gehören die Thalassämie und die Sichelzellanämie. Beide Erkrankungen sind genetisch bedingt, insbesondere Kinder und Jugendliche sind davon betroffen. Dies gilt auch für die mehr als 300 Krankheitsbilder, die als schwere angeborene Immundefekte gelten. Sie werden meist schon im frühen Kindesalter diagnostiziert und können mit einer Stammzellspende therapiert werden.
In Deutschland erkrankt alle 12 Minuten ein Mensch an Blutkrebs. Die DKMS hat sich als internationale gemeinnützige Organisation dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben. Sie wurde 1991 in Deutschland von Peter Harf gegründet und verfolgt mit mehr als 1000 Mitarbeitern das Ziel, möglichst vielen Menschen eine zweite Lebenschance zu geben. Dies ist bis heute mit mehr als 11 Millionen registrierten Lebensspendern durch die Vermittlung von Stammzellspenden bereits mehr als 95 000 Mal gelungen. Die DKMS ist weltweit führend in der Versorgung von Patienten mit Stammzelltransplantaten.
Neben Deutschland ist die DKMS auch in den USA, Polen, UK, Chile und Südafrika aktiv. In Indien wurde mit dem Bangalore Medical Services Trust das Joint Venture DKMS-BMST gegründet. Bis Mitte 2021 wurden Stammzellspenden für Menschen in 57 Ländern vermittelt. Quelle: DKMS