Hildburghausen - Eine Fernsehwelt ohne ARD und ZDF in der bisherigen Form? Wenn es nach Hans-Georg Maaßen, dem Bundestagskandidaten der Christdemokraten im hiesigen Wahlkreis 196, geht, dann lieber heute als morgen. Der umstrittene, ehemalige Präsident des Verfassungsschutzes schrieb am Wochenende auf Twitter: „Wir kommen nicht daran vorbei, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aufzulösen und neu zu beginnen. Volksentscheid in den Ländern.“ Für diese Äußerung erntete Maaßen, der vor einigen Wochen gefordert hatte, Journalisten wegen seiner Ansicht nach linksradikaler Tendenzen im NDR auf ihre charakterliche Eignung zu prüfen, umgehend harsche Kritik aus anderen Parteien. CDU-Politiker aus der hiesigen Region sprechen dagegen überwiegend von einer unglücklichen Formulierung, ohne Maaßen entscheidend zu kritisieren. Sie bekennen sich zwar grundsätzlich zur öffentlich-rechtlichen Medienlandschaft, sehen aber dringenden Reformbedarf in Sachen Finanzierung, Gehälter, Sendervielfalt und Qualität des Programms.