Die Zeitendämmerung ist bereits zu spüren: Auf den Fluren hinter dem Bühneneingang stehen ganze Paletten voller frisch gedruckter Bücher. Die Meininger Theatergeschichte in zweiter Auflage, von Alfred Erck korrigiert, ergänzt und erweitert. Eine Theatergeschichte, die nun auch ihn, den Intendanten Ansgar Haag, und seine Kunst mit einschließt. Das Vorwort, erzählt er, habe er gemeinsam mit seinem Nachfolger Jens Neundorff von Enzberg geschrieben. "Das ist ja durchaus unüblich", sagt Haag. Er versteht es als Symbol für einen freundschaftlichen Wechsel, den er anstrebt. Ein anderes Symbol sind die nach Ende der Spielzeit im Juli 2021 nicht verlängerten Arbeitsverträge einiger Mitarbeiter. Das hat - durchaus üblich am Theater - sein Nachfolger veranlasst, weil die Kunst am Haus nach Haag eine andere sein wird und auch sein muss.