Birx Das Dorf am Himmel kommt dieses Jahr zurecht

Das kleine Dorf Birx mit 162 Einwohnern kommt 2021 finanziell noch mal ganz gut über die Runden. Es sollen Grundstücke für den Radweg gekauft und der Eingangsbereich der Aussegnungshalle neu gemacht werden. Foto: /Siegfried Hartmann

Fast keine Einnahmen – da kam das Land mit seinen Sonderzahlungen dem kleinen Birx ganz zupass.

Birx - Das kleinste eigenständige Dorf in der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön, das hochgelegene „Dorf am Himmel“, hatte neben den Schlüsselzuweisungen von rund 76 000 Euro und einem Einkommenssteuer-Anteil von rund 27 000 Euro in diesem Jahr eine neue Einnahmequelle: 32 000 Euro vom Land Thüringen, aus dem Gesetz zur Stärkung der Gemeinden. Diese flossen in den Haushalt ein und ermöglichen nun sogar ein paar Ausgaben im Vermögenshaushalt. Schließlich wollen Frankenheim und Birx den Radweg zwischen ihren beiden Dörfern ausbauen – und dafür müssen Grundstücke gekauft werden. Hierfür sind 7700 Euro eingestellt worden. Weitere 10 000 Euro sind für die Erneuerung des Eingangsbereiches (Tür) der Aussegnungshalle geplant. Fördermittel für energetische Maßnahmen (9000 Euro) sollen für das Dorfgemeinschaftshaus verwendet werden.

Geld, das Birx für den Straßenbau in der Backhausstraße als Vorausleistungen erhoben hatte, muss die Kommune den Bürgern zurückerstatten. Dafür erwartet man vom Land die versprochene Erstattung für die Straßenausbaubeiträge – ehe diese nicht angekommen ist, kann man das Geld an die Anlieger nicht zahlen, so steht es im Haushalt. Beim Land will man deshalb beantragen, dass die Rückerstattung so schnell wie möglich ins Dorf fließt.

Im Verwaltungshaushalt schlägt die Kreisumlage mit 38 100 Euro zwar ins Kontor, liegt aber trotzdem niedriger als im vergangenen Jahr. Die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön kostet rund 21 000 Euro und ist damit auch etwas niedriger als 2020. Weitere 1500 Euro muss man nun erstmals für den Versorgungsempfänger der VG, den ehemaligen Vorsitzenden, zahlen.

Für die Betreuung von zehn Kindern bezahlt Birx an die Nachbargemeinde Frankenheim und die dortige Kindereinrichtung rund 55 000 Euro. Der Zuschussbedarf aus der Kommune beläuft sich auf rund 37 000 Euro. Ebenfalls mit Frankenheim ist das Dorf beim Bauhof verbunden. Dafür zahlt es eine Jahresumlage von rund 12 000 Euro. Auch für den Tourismus gibt Birx einen Betrag pro Einwohner aus. Man hofft, dieser fällt am Ende des Jahres – wenn „spitz abgerechnet wird“ – möglichst gering aus.

Im Geld schwimmen – das kann Birx auch nach den Sonderzahlungen vom Land wegen der Coronapandemie beileibe nicht. Doch konnten rund 17 000 Euro vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt zugeführt werden. Ab 2021 jedoch sieht es da nicht mehr so rosig aus: Die Mindestzuführung ist dann nicht mehr gewährleistet, sieht Kämmerin Barbara Marschall voraus. Der Haushalt wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen.

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