Erfurt - Es sind nur noch fünf Tage bis die Abgeordneten des Thüringer Landtages darüber abstimmen sollen, ob das Landesparlament vorzeigt aufgelöst und es damit am 26. September zu Neuwahlen im Freistaat kommen wird. Doch noch immer ist nicht absehbar, wie diese Entscheidung ausfallen dürfte. In dieser Situation hat nun Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) zuerst in seiner eigenen Fraktion und dann vor fast allen Abgeordneten von Linken, SPD und Grünen eindringlich dafür geworben, die Koalition möge sich geschlossen hinter die Neuwahl-Pläne stellen. Es sei für die Minderheitskoalition wichtig, nicht so sehr auf das Agieren von CDU und FDP in der Neuwahl-Debatte zu blicken, sondern sich aus eigenem Antrieb zur Auflösung des Parlaments zu bekennen, sagte Ramelow am Mittwoch in Erfurt bei einer gemeinsamen rot-rot-grünen Fraktionssitzung nach übereinstimmenden Angaben von Teilnehmern.