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Suhl

Suhl ist bei Thüringens Süden nun doch mit im Boot

Die Stadt Suhl ist beim Regionalmanagement Thüringens Süden mit im Boot. Der Stadtrat stimmte am Montag einer Kooperationsvereinbarung mehrheitlich zu.



Beim Vorsitzenden des Forums Thüringer Wald, Peter Traut und Regionalmanagerin Cornelia Grimm, hier beim Firmenlauf in Oberhof, laufen die Fäden des Regionalmanagements Thüringens Süden zusammen. Foto: ari
Beim Vorsitzenden des Forums Thüringer Wald, Peter Traut und Regionalmanagerin Cornelia Grimm, hier beim Firmenlauf in Oberhof, laufen die Fäden des Regionalmanagements Thüringens Süden zusammen. Foto: ari   Foto: ari

Suhl - Buchstäblich in letzter Minute hat der Suhler Stadtrat am Montag den Weg frei gemacht für eine Beteiligung der Stadt am neuen Regionalmanagement Thüringens Süden. Heute muss die unterzeichnete Kooperationsvereinbarung der Stadt mit dem Forum Thüringer Wald unterzeichnet werden und beim Fördermittelgeber, dem Thüringer Wirtschaftsministerium, eingereicht werden. Während in Suhl seit Wochen in Ausschüssen und Stadtrat um einen Beschluss dazu gerungen wird, haben die Kreistage der beteiligten Landkreise Sonneberg, Hildburghausen, Schmalkalden-Meiningen und der Wartburgkreis ohne große Debatten bereits zugestimmt.

In Suhl hatte eine solche Freie Wähler/Grüne-Stadtrat und Ex-Oberbürgermeister Jens Triebel vom Zaun gebrochen, als er mit dem Inhalt der vorliegenden Kooperationsvereinbarung in der September-Stadtratssitzung hart ins Gericht ging und diese in weiten Teilen als "alten Wein in neuen Schläuchen" bezeichnet hatte. Daraufhin stellte er den Antrag auf Verweis in den Stadtentwicklungsausschuss, der sich vergangenen Wochen nun noch einmal nichtöffentlich mit dem Papier befasste und Regionalmanagerin Cornelia Grimm dazu befragte.

In der nun am Montag notwendig gewordenen Dringlichkeitssitzung des Stadtrates, bei der Jens Triebel nicht anwesend war, brachen SPD-Fraktionschefin Karin Müller und CDU-Fraktionsvize Tobias Uske noch einmal eine Lanze für eine Suhler Beteiligung. "Suhl sollte sich nicht ausschließen, sondern die Region aktiv mit konstruktiven Vorschlägen mitgestalten", sagte Müller. Das Regionalmanagement können in Teilen durchaus auch eine Keimzelle für das künftige Oberzentrum sein, sieht es Uske. "Ich rufe die Freien Wählern auf: Betrachten Sie sich nicht als Teil des alten Suhls, das die Isolation sucht, sondern sehen Sie sich als Teil eines großen Ganzen", sagte er.

Dieser Appell verhallte letztlich ohne Erfolg, denn die Fraktion Freie Wähler/Grüne enthielt sich ohne weitere Diskussion bei der Abstimmung komplett der Stimme. Alle anderen Stadträte stimmten zu.

Mit dem ausschließlich vom Freistaat und dem Forum Thüringer Wald finanzierten Regionalmanagement und Regionalbudget soll Südwestthüringen auf Basis eines Integrierten regionalen Entwicklungskonzepts (IREK) seine Kräfte bündeln und gemeinsam an regionalwirtschaftlichen Themen arbeiten, um im sich immer mehr verschärfenden Wettbewerb der Region bestehen zu können.

Autor

Georg Vater

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Veröffentlicht am:
30. 09. 2019
18:04 Uhr

Aktualisiert am:
30. 09. 2019
21:06 Uhr

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30. 09. 2019
18:04 Uhr

Aktualisiert am:
30. 09. 2019
21:06 Uhr



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