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Ilmenau

Kleine Schritte zur Normalität

Selbst wenn noch keine Normalität erreicht ist: Mit der Wiederöffnung von Museen, Sportplätzen und Behörden nimmt das öffentliche Leben in der Stadt wieder Fahrt auf.



Ein weiteres Angebot in "Richtung Normalität" in Ilmenau: Das Hammergrundfreibad hatte bisher an zwei warmen Tagen geöffnet. Archivfoto: Andreas Heckel
Ein weiteres Angebot in "Richtung Normalität" in Ilmenau: Das Hammergrundfreibad hatte bisher an zwei warmen Tagen geöffnet. Archivfoto: Andreas Heckel  

Ilmenau - Durchaus gut angenommen wurden in den vergangenen Tagen die Öffnungen der städtischen Museen in Ilmenau (Goethe-Stadt-Museum und Jagdhaus Gabelbach) sowie auch der Ilmenau-Information. Die Einrichtungen haben seit dieser Woche wieder zu den regulären Zeiten geöffnet, wie sie vor den coronabedingten Schließungen der Einrichtungen bis Mitte März galten.

Öffnungszeiten der Ilmenau-Info und der Museen

Ilmenau-Information Museen

montags geschlossen

dienstags bis freitags 10 bis 18 Uhr 10 bis 17 Uhr

samstags und sonntags 10 bis 17 Uhr

feiertags 10 bis 17 Uhr

 

"Nach den bisherigen Erfahrungen insbesondere über die vergangenen beiden Wochenenden ist festzustellen, dass sich die jeweiligen Gäste und Besucher an die weiterhin geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen halten, so dass die Öffnungszeiten wieder ausgeweitet werden können", teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Führungen und Veranstaltungen können derzeit allerdings noch nicht angeboten werden, sollen aber je nachdem, welche Corona-Maßnahmen weiterhin ergriffen oder aufgehoben werden, ins Auge gefasst werden.

 

Allgemein ist eine positive Grundstimmung zu spüren: Im Gespräch mit Freies Wort sagte Ilmenaus Oberbürgermeister gestern, dass deutlich zu merken sei, dass die Leute die neuen Angebote gern annehmen. Das sehe man in den Museen genauso wie auf den gut bevölkerten Radwegen. "Ich verstehe den Wunsch der Menschen nach Normalität sehr gut", meinte Schultheiß, und ergänzte sinngemäß: "Wir tasten uns mit kleinen Schritten zurück in Richtung dieser Normalität."

Diese "richtige Normalität" könne aber erst wieder einziehen, wenn ein entsprechender Impfstoff gegen das Coronavirus verfügbar sei, dessen ist sich der Oberbürgermeister natürlich bewusst. "Das wir noch keine wirkliche Normalität haben, sieht man doch zum Beispiel an den Kindertagesstätten, wo sich nur kleine Gruppen treffen können, oder an den Masken, die getragen werden; an der markierten Wegeführung im Rathaus und in vielen Geschäften."

Dennoch seien es auch die Gastronomie und die Sportstätten im Freien, die derzeit den Menschen Angebote machen, welche gern genutzt werden. So beginnt auf den Sportplätzen zunehmend wieder der Vereinssport - wenn auch unter strengen Auflagen und mit gehörigen Abständen. Beim Fußballtraining der Germania-G-Junioren, die der Oberbürgermeister nach wie vor selber trainiert, werden zum Beispiel noch keine klassischen Fußballspiele durchgeführt, um die Abstandsregeln zu wahren. Da halte man sich doch sehr an die konkreten Handreichungen der Fußballverbände, obwohl es für die Allerkleinsten noch sehr schwer sei, den entsprechenden Abstand einzuhalten - wodurch die Gestaltung des Trainings deutlich aufwendiger wird, meinte Schultheiß. Jedes Kind hat seinen eigenen Ball ("die sehen aber dummerweise alle gleich aus"); Duschen und Umkleidekabinen sind tabu. "Aber wir machen ein Trainings-Angebot, das besser ist, als gar kein Angebot", so Schultheiß.

Auch andere Vereinssportanlagen, wie den Schießstand, habe man in der vergangenen Woche begutachtet. "Wir haben geklärt, dass Sportstätten, die nur von einzelnen Akteuren oder Vereinen genutzt werden, wieder geöffnet werden können. Wenn ein Hygienekonzept vorliegt, spricht aus unserer Sicht nichts gegen eine Nutzung", sagte Schultheiß.

Auch die Öffnung des Freibades im Hammergrund sei ein Angebot vor allem für Sportschwimmer gewesen. Wegen des regnerischen Wetters hatte das Bad seit letzter Woche aber nur an zwei Tagen geöffnet, gezählt wurden bisher 187 Besucher. "Das war noch nicht die große Masse, aber die Schwimmer waren froh, dass sie ihrem Freizeitsport wieder nachgehen können", so Schultheiß.

Ein weiteres positives Fazit konnte er noch ziehen: Im Museum oder der Ilmenau-Info hätten die Besucher "generell eher mal ein Dankeschön ausgesprochen, als es vor einem halben Jahr noch der Fall war. Vielleicht ist das ja etwas, das bleiben wird."

Autor

Uwe Appelfeller
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
09. 06. 2020
18:20 Uhr

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Uwe Appelfeller

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Veröffentlicht am:
09. 06. 2020
18:20 Uhr



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