Zehnjähriges Bestehen der SAR Erschaffer von Straßen, Plätzen, Haltestellen

Caroline Berthot
Seit 2011 ist die SAR Straßen- und Asphaltbau Rennsteig GmbH in Händen der Dietrichs, seit 2017 hat sie ihren Sitz in Zella-Mehlis. Foto: /Michael Bauroth

Seit zehn Jahren leiten die Brüder Jörg und Andreas Dietrich die Straßen- und Asphaltbau Rennsteig GmbH. Die Firma mit Sitz in Zella-Mehlis hat reichlich zu tun, auch in Zeiten der Corona-Pandemie.

Zella-Mehlis - Zehn Jahre ist es her, dass sich Jörg und Andreas Dietrich dazu entschlossen, eine eigene Firma zu gründen. Die Brüder, die beide aus der Baubranche kommen, der eine Bauingenieur und noch angestellt, der andere Straßenbaumeister und bereits selbstständig, prüften 2011 verschiedene Optionen, um ihren beruflichen Traum zu verwirklichen. In der Straßen- und Asphaltbau Rennsteig GmbH, kurz SAR, fanden sie schließlich genau das, was sie suchten.

Das 1990 gegründete Bauunternehmen, das seinen Sitz in der Schneid in Suhl hatte, stand damals zum Verkauf. Und die Brüder Dietrich kauften es. Einen Bezug zur SAR hätten sie vorher nicht gehabt, sagt Jörg Dietrich. „Wir waren komplett extern.“ Die beiden übernahmen den Betrieb, Jörg Dietrich fungiert als Geschäftsführer, sein Bruder als Prokurist.

Aufträge zwischen Zella-Mehlis und Schweinfurt

60 Mitarbeiter beschäftigen die beiden heute. Eine Zahl, die über die Jahre recht konstant geblieben sei, blickt Jörg Dietrich zurück. Diese Konstanz erleichtere die Planung, meint der SAR-Chef. Natürlich gebe es auch mal Engpässe, wenn beispielsweise in der Urlaubszeit noch Mitarbeiter krank würden und man kurzfristig umdisponieren müsse. „Aber in der Regel weiß ich, welches Personal ich habe, um die Aufträge auch erledigen zu können.“

Und genug zu tun gibt es für die SAR. Wenn die Mitarbeiter nicht in Südthüringen im Einsatz sind, wie derzeit beim Bau von Bushaltestellen in Wichtshausen, dann sind sie im angrenzenden Franken unterwegs. Zuletzt waren sie in Schweinfurt tätig. Nach den größten und wichtigsten Aufträgen der vergangenen zehn Jahre gefragt, liegen die aber nicht in der Ferne, sondern in Zella-Mehlis, wo die SAR seit vier Jahren ansässig ist. Den Rathausvorplatz sowie die Louis-Anschütz-Straße nennt Jörg Dietrich. An letzterer bauten seine Mitarbeiter ein gutes Jahr lang.

Nur wenige Einschränkungen durch Pandemie

Der Umzug 2017 auf den Betriebshof am Köhlersgehäu sei der richtige Schritt gewesen, zeigt sich der Geschäftsführer mit dem Standort zufrieden. Mit einer Ausnahme: „Die 1000er-Internet-Leitung, die hier liegt, ist wirklich ein Ärgernis. Damit ist es schwierig zu arbeiten. Gerade in Zeiten der Digitalisierung.“ Da müsse sich noch etwas tun.

Abgesehen davon läuft es gut für die SAR. Wie viele andere Betriebe der Baubranche hat sie kaum Einschränkungen wie Kurzarbeit oder Schließung durch die Corona-Krise gehabt. „Wir haben jeden Tag gearbeitet“, berichtet Jörg Dietrich. Ganz spurlos ging das Pandemiegeschehen aber natürlich nicht an dem Zella-Mehliser Baubetrieb vorbei. Seien es Mitarbeiter, die in Quarantäne mussten oder die Kinderbetreuung absichern mussten, seien es die gestiegenen Preise für Baumaterial, die zu Diskussionen mit den Kunden führten. Alles in allem laufe der Alltag im Betrieb jedoch weitestgehend normal ab, meint der Geschäftsführer.

Dazu zählt auch die Ausbildung. Seit die Brüder Dietrich die Straßen- und Asphaltbau Rennsteig GmbH vor zehn Jahren übernahmen, bildeten sie stets aus. Zwei Azubis pro Lehrjahr. Momentan sind es fünf statt sechs. Eine Stelle blieb frei. „Es war schon länger nicht einfach, Nachwuchskräfte zu finden, jetzt noch mehr“, schätzt Jörg Dietrich die Lage am Ausbildungsmarkt ein. „Aber bisher haben wir es immer irgendwie geschafft, die Stellen zu besetzen“, blickt er optimistisch in die Zukunft.

Investition in Betriebshof und Gerätepark

Was diese für die SAR bringt? Wer weiß. Von Seiten der Dietrichs ist klar, dass sie die eine oder andere Investition auf dem Betriebshof tätigen, um hier alles in Schuss zu bringen. Auch einen Saugbagger wollen sie sich zulegen. Das Gerät, mit dem Versorgungsleitungen und Baumwurzeln per Unterdruck freigelegt werden können, käme immer wieder zum Einsatz, berichtet Jörg Dietrich. So wie zuletzt bei den Gräben für den Durchlass des Heinrichsbachs. „Bisher haben wir es gemietet, das ist aber mit Kosten und Wartezeiten verbunden. Ein eigener Saugbagger lohnt sich also“, bekräftigt der Geschäftsführer. Ansonsten sei der Gerätepark gut aufgestellt.

 

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