Der Tisch ist gedeckt. Frischer Kaffeeduft erfüllt den Raum. Ein Klopfen. Und schon klingt die Stimme von Pfarrer Friedrich Bodo Bergk ans Ohr. Kurz danach taucht der Wahl-Hellinger im Türrahmen auf. Am Tisch sitzen zwei Frauen. Herzlich und fürsorglich sind sie, das sieht man ihnen an, hört es aus ihren Worten heraus - und liest es aus Mimik und Gestik. Und dann ist da die Hauptperson: Ein junger Mann, dessen Hautfarbe und gekräuselte pechschwarze Haare seine Herkunft erahnen lassen. Said Matan heißt er, ist 20 Jahre alt und kommt aus Afrika. Genauer gesagt aus Somalia. Einem Land, in dem seit Jahren Krieg wütet und zerstört, einem Land, das sich nicht davor scheut, auch Kinder in den Kampf zu schicken. Schier unglaublich ist das, was Said erzählt. Er hat in den letzten Jahren gelernt, was Grausamkeit ist, hat gelitten und auf Hilfe anderer Menschen gehofft. Und nun, nach einer langen Odyssee, hat er eben diese Hilfe und eine zweite Heimat gefunden, in Poppenhausen.