Strenge Regularien
Die Europäische Zentralbank hat sehr strenge Regularien für die Reproduktion von Euro-Banknoten. In ihrem "Beschluss über die Stückelung, Merkmale und Reproduktion sowie den Umtausch und Einzug von Euro-Banknoten" in der Neufassung von 2013 ist klar genannt: "Reproduktionen, die die Öffentlichkeit mit echten Euro-Banknoten verwechseln könnte, gelten als unrechtmäßig." Ausnahmen werden nur gemacht, wenn die falschen Geldscheine etwa aus einem Material bestehen, das eindeutig von Papier zu unterscheiden ist; bei beidseitigen Drucken die Scheine maximal halb oder mindestens doppelt so groß sind wie die Originale, einseitige Reproduktionen nur Teilabbildungen des Scheines enthalten und so weiter.
Mit Falschgeld, wie man es klassischerweise kennt, habe man sich bei der VR-Bank übrigens auch ab und zu mal zu beschäftigen. "Das kommt zum Glück nur selten vor; vielleicht drei bis fünf Mal im Jahr", schätzt Peter Neuhaus ein. Sowohl Münzen als auch Scheine würden gefälscht. Solche Fälle würden zur Anzeige gebracht.
Übrigens: Die Bundesbank hat nach eigenen Angaben im Jahr 2018 rund 58.000 falsche Euro-Banknoten im Nennwert von 3,4 Millionen Euro festgestellt. Die Zahl der Fälschungen ist damit gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent gesunken.
In Deutschland entfielen rund 88 Prozent des Falschgelds auf die 20- und 50-Euro-Banknoten. Auch die Anzahl der gefälschten Münzen ist leicht gesunken. 2018 konnten rund 33.000 falsche Münzen im deutschen Zahlungsverkehr festgestellt werden. Im Vorjahr lag das Aufkommen bei rund 32.500 falschen Münzen. Am häufigsten gefälscht wurden 2-Euro-Münzen mit einem Anteil von 84 Prozent. Insgesamt bleibe das Falschgeldaufkommen in Deutschland laut Bundesbank auf einem niedrigen Niveau. Statistisch gesehen müsste ein Mensch 900 Jahre alt werden, um in Deutschland einmal im Leben mit Falschgeld in Berührung zu kommen.