So sagt Voigt etwa, die CDU wolle, dass der Haushalt so gestaltet sei, dass damit Arbeitsplätze in Thüringen gesichert würden und dass die Kommunen auskömmlich finanziert würden, die Fraktion wolle Investitionen in eine "moderne Bildungspolitik". Wie viel Geld nach den Vorstellungen der Union aber genau an die Kommunen fließen soll, sagt Voigt ebenso wenig wie er sagt, ob es nach den Vorstellungen der CDU für diesen Haushalt mehr Stellen für Lehrer geben soll, als von der Landesregierung vorgeschlagen. Stattdessen geißelt Voigt die Pläne von Rot-Rot-Grün, Schulden aufzunehmen, ohne zuvor die Rücklage des Landes aufzubrauchen als Versuch von Linken, SPD und Grünen, sich eine "Wahlkampfrücklage" für das nächste Jahr aufzubauen.
Grüne mit konkreten Ideen
Dass sich die sogenannte erste Lesung dieser Haushaltsgesetze auch anders, nämlich in der Tat konkret gestalten lässt, das zeigt dagegen die Grüne-Fraktionsvorsitzende Astrid Rothe-Beinlich. Nicht nur, dass sie ankündigt, ihre Fraktion wolle sich für hunderte zusätzliche Lehrerstellen in Thüringen einsetzen. Auch die Besserbezahlung der Grundschullehrer und mehr Geld für freie Schulen wollten die Grünen durchsetzen, sagt sie. Sie spricht auch über die Finanzierung der Verbraucherzentralen und einer Beratungsstelle für Prostituierte.
Bei der Landesregierung freilich werden diese konkreten Angaben von Rothe-Beinlich auch nicht für mehr Jubel sorgen als die unkonkreten Aussagen von Voigt. Weil sie klar machen, dass die rot-rot-grünen Abgeordneten der von ihr getragenen Regierung längst nicht in allen Details des Haushaltsentwurfs folgen werden.