Suhl - Der Teich, in und an dem sich zahlreiche Vertreter von etwa zehn Entenarten tummeln und der insbesondere bei Kindern und Familien sehr beliebt ist, steht in Frage. Möglich, dass er künftig nicht mehr betrieben werden kann. "Das wäre die schlimmste der Optionen, die wir aufgrund des Kupierverbotes haben", sagt Andrea Bache, die Tierparkchefin. Kupieren heißt nichts anderes, als dass Flügelspitzen von Küken gestutzt werden, um sie flugunfähig zu machen, was die Enten schließlich daran hindert, wegzufliegen. Dass dies nun nicht mehr erlaubt ist, bekommt auch der Suhler Tierpark zu spüren. Der Altbestand sei zwar noch kupiert, aber die Flügel des gefiederten Nachwuchses seien ungestutzt, so dass die jungen Enten wegfliegen könnten, was sie gelegentlich auch tun. Bleiben drei Optionen. Entweder es wird für den Ententeich eine große Voliere gebaut. Erfahrungen aus dem Cottbuser Zoo, der für seine Wasservögel berühmt ist, sagen, dass für solch einen Bau mit mindestens 400 000 Euro gerechnet werden muss. Kein Pappenstiel für eine Stadt wie Suhl. "Eine andere Möglichkeit wäre, zwei kleinere Volieren zu bauen, was aber für die Haltung der Wasservögel nicht optimal wäre", sagt Andrea Bache. Und Option Nummer drei ist der Abschied von dem Teich und vom Enten-Bestand. Das wäre die ungeliebteste aller Möglichkeiten.
Suhl/ Zella-Mehlis Wird Tierpark statt der Enten gestutzt?
Heike Hüchtemann 18.07.2018 - 17:10 Uhr