Suhl - Wenn sich der Dietzhäuser Schriftsteller Landolf Scherzer für längere Zeit auf Reisen begibt, dann darf sein Publikum auf ein neues Buch mit spannenden Reportagen gespannt sein. Als er sich am 24. September vergangenen Jahres auf den Weg nach Kuba machte, hatte er vieles im Gepäck, das nicht ihm über die kommenden sechs Wochen helfen sollte, sondern etwa 15 Kubanern bei ihrer beruflichen Existenz, bei ihrem Leben. So war ein Scheck über 30 000 Euro für die Opfer des verheerenden Hurrikans im Gepäck, der allerdings nur über den Umweg über Mexiko eingelöst werden konnte, da es zwischen Kuba und Deutschland keinen Geldtransfer gibt. Bekannte und Freunde hatten ihn mit Adressen versorgt und mit reichlich Mitbringseln. Mit Kabelbindern, die Auspuffe an Autos halten sollen, mit Saiten für Gitarren, mit vegetarischen Rezepten für die Gruppe der Vegetarier, mit Briefen von der Volksbank Bad Salzungen - Schmalkalden, die in Windräder investieren möchte. Ein anderes Schreiben zielte auf touristische Investitionen ab. Klar, dass er sich wie ein Briefträger auf dem Weg nach Havanna gefühlt hat. Und so entstand das Manuskript für sein neues Buch mit dem Titel "Als Briefträger nach Havanna".