Suhl - Seit dem ersten Friedensgebet am 15. Oktober in der Hauptkirche und den ersten Stadthallengesprächen Ende Oktober hat die Friedliche Revolution auch in Suhl eine Dynamik gewonnen, die nie zuvor für denkbar gehalten wurde. So machen am 4. November 1989, einem Samstag, rund 25.000 Menschen bei einer genehmigten Großdemonstration ihrem Unmut über die Zustände im Land Luft und formulieren auf unzähligen Transparenten ihre Forderungen zur Erneuerung des Landes, wie zum Beispiel "Mehr Demokratie", "Freie Wahlen", "Kein Müll ins Teufelsloch", "Zulassung des Neuen Forums", "Sozialer Friedensdienst statt Pflegenotstand", "Die Partei ist nicht das ganze Volk", "Mehrparteiensystem in der Regierung", "Keine Bevormundung der Volkskünstler", "Materielle Verantwortlichkeit bei Machtmissbrauch".