Suhl - Der Aufruf der Siedlervereine, der Stadt, der Parteien und der großen Vermieter zum Frühjahrsputz in den Wohngebieten verhallte auch in diesem Jahr nicht ungehört. Nahezu überall schwangen Anwohner die Besen, rückten dem Winterdreck zu Leibe und sammelten Müll ein. Vor Ostern, so die Intention des Aufrufes, sollte die Stadt feiertagsfein gemacht werden. Zu tun gab es dabei reichlich, wie die "Ausbeute" des Vormittags - etliche Container und viele Dutzend gefüllte Müllsäcke - eindrucksvoll zeigte. Denn nicht alle Suhler und Gäste der Stadt sind leider so auf Ordnung und Sauberkeit bedacht, wie diejenigen, die nun in konzertierter Aktion den Hinterlassenschaften den Kampf ansagten. Da landet neben altem Laub und normalem Winterschmutz auch so manches in der Landschaft, was dort beileibe nicht hingehört. Computermonitore etwa oder Kinderwagengestelle, halbe Schlafzimmer, Plastikabfälle und immer wieder Flaschen, Flaschen, Flaschen... Von anderen ekelhaften Funden ganz zu schweigen.