Suhl - Nach monatelangem Tauziehen zwischen der Stadt als zuständiger Gesundheitsbehörde und dem Landesverwaltungsamt als Betreiber liegt für die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (EAE) auf dem Suhler Friedberg noch immer kein genehmigtes Infektionsschutzkonzept vor. Seit Ende Oktober des vergangenen Jahres gibt es zumindest einen von LVA-Präsident Frank Roßner unterschriebenen Entwurf, der vom Suhler Gesundheitsamt als für den Infektionsschutz zuständige Behörde geprüft wurde. Im Februar erließ das Amt laut Oberbürgermeister André Knapp eine Anordnung zur Nachbesserung einiger Punkte, unter anderem bei Reinigungs- und Desinfektionsplan, der offenbar nicht den Vorschriften entsprach. Dafür wurde eine Frist bis zum 26. März gesetzt. „Das Konzept muss auf neue Verordnungen zugeschnitten werden. Wir schauen uns das an“, sagte Roßner am Mittwochabend vor dem Stadtrat. Eine Aussage, „die wir so nicht hinnehmen können“, wie CDU-Stadtrat Martin Kummer monierte.