Suhl Randalierender Flüchtling wieder frei

Polizei und Feuerwehr am Wochenende vor dem Landes-Erstaufnahmeheim in Suhl. Foto: proofpic.de/proofpic.de steffen ittig

Nach der Randale im Suhler Flüchtlings-Erstaufnahmeheim blieb es am Mittwoch ruhig. Ein mutmaßlicher Täter ist wieder frei.

Erfurt/Suhl - Nach den Unruhen im Suhler Flüchtlings-Erstaufnahmeheim (EAE) ermittelt die Polizei gegen mehr als 30 Bewohner. Laut einer Polizeisprecherin wurde der vorübergehend in Gewahrsam genommene Bewohner inzwischen wieder freigelassen. Angaben zu den Nationalitäten der Unruhestifter machte die Polizei nicht. Am Mittwoch blieb es in dem Heim mit seinen derzeit 470 Bewohnern ruhig. Wie aus Mitarbeiterkreisen verlautete, soll die Stimmung aber weiter angespannt sein. Seit dem Wochenende hatten sich Dutzende Flüchtlinge einer Quarantäne-Anordnung widersetzt, Wachleute bedroht und Gegenstände beschädigt.

Nach der CDU hat sich nun auch die Landes-FDP kritisch zur Lage in Suhl geäußert. „Die Vorgänge führen das Versagen der Landesregierung in Sachen Migrationspolitik vor Augen“, sagte Franziska Baum, Sprecherin der FDP-Fraktion für Migration und Integration. Der Rechtsstaat gelte auch in der EAE. „Wenn hier nicht gehandelt wird, gefährden die Minister Adams und Meier die Akzeptanz der Bevölkerung für die Migrationspolitik“, sagte die FDP-Politikerin. er

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