Hier können Feste gefeiert werden. Hier kann und soll es vor allem aber eine Plattform für Künstler geben. Und Raum. Für Ateliers beispielsweise, für Werkstätten, für Seminare, für Proben, für Ausstellungen. Für konzeptionelle Lebenshilfe. Kino mit Filmen fernab des Mainstreams wäre möglich und die angrenzende, etwa 3000 Quadratmeter große Fläche bietet Platz für den Anbau von Lebensmitteln, für die Arbeit mit Kindern, für Sport und Spiel, für Kreativ-Märkte.
"Wir haben viel Energie und so viele Ideen, die auf Nachhaltigkeit setzen und darauf, für uns und die nächsten Generationen ein gesundes Umfeld zu schaffen", sagt Anja Hüttner. Sie sieht nicht zuletzt in der Kultur ein wichtiges Pfund für die Attraktivität einer Stadt, die für vieles maßgeblich ist. Vor allem für den Wohlfühlfaktor, der wiederum über den Zuzug von Familien und auch von Unternehmen entscheide.
Freilich sei Meiningen kleiner als Suhl. "Aber hier ist alles möglich, was wir können", so Uller, der auf Kompetenzen in Sachen Organisation auch internationaler Festivals, Cabaréts, Varietés sowohl in Berlin als auch in Suhl zurückgreifen kann. Erfahrungen damit, selbstständig und wirtschaftlich zu arbeiten, haben sie beide. "Wir haben Potenzial, das wir nutzen wollen. Für unsere Heimat und für unsere Zukunft. Und die ist nunmal das, was wir draus machen." Der Eigentümerin des Kulturhauses wäre es mehr als recht, wenn die beiden es schaffen und das Haus als das erhalten könnten, als das es saniert wurde. Damit hatte sie sich einen Lebenstraum erfüllt. Jetzt lässt ihr Alter die viele Arbeit nicht mehr zu. Christine Otto will verkaufen.
Unterstützung macht Mut
Dass der Anlauf für dieses Projekt wieder ein Kraftakt wird, dessen ist sich das Paar bewusst. "Mut macht, dass uns der Meininger Bürgermeister Fabian Giesder mit offenen Armen empfangen und Unterstützung zugesagt hat." Er sagt, dass so etwas in Meiningen gebraucht werde und dass er hoffe, dass das Projekt auch umgesetzt werden kann. Er hat bereits einen Beitrag geleistet über das Crowdfunding, das kürzlich gestartet ist. Förderungen sind avisiert. Aber erst, wenn die beiden das Haus erworben haben. Ungefähr 35.000 Euro müssen eingespielt werden, um die Eigenkapital-Decke sichern zu können. Eine Menge Holz.
"Als wir das erste Straßentheaterfestival mit dem Verein Kulttraum Suhl geträumt haben, war es auch nur eine Idee. Jetzt ist es seit sechs Jahren Realität. Warum also soll nicht auch dieser Lebenstraum Wirklichkeit werden?", so Anja Hüttner.
Informationen über das Projekt und das Crowdfunding unter
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