In Schloss Bertholdsburg in Schleusingen braut sich etwas zusammen. „Vier ganz große Projekte stehen in den kommenden Jahren an“, sagt Dr. Doris Fischer, die Direktorin der Eigentümerstiftung Thüringer Schlösser und Gärten während des Pressegesprächs am Dienstag. Sie lächelt, freut sich, dass etwas Großes auf den Weg gebracht ist. Umfangreiche Untersuchungen habe es an der notabgestützten Brücke gegeben – und vor wenigen Wochen war dann klar: Sie driftet auseinander. Der Fahrzeugverkehr verstärke dies. Deshalb ist sie und damit der einzige Zufahrtsweg zur Burg – nun gesperrt. Ja, die Untersuchungen auf der Nordseite des Bauwerks mussten gar abgebrochen werden, „um nicht noch mehr zu beschädigen“, bestätigt Baureferentin der Stiftung, Carola Niklas. Sie ist zuständig für die Investitionen aus dem Sonderinvestitionsprogramm von Land und Bund, die in den kommenden Jahren auf Schloss Bertholdsburg verbaut werden. Ein Teil von insgesamt etwa 13 Millionen Euro werden in die Brücke, den Burggraben und den anschließenden Ostflügel fließen. Hier gehe es speziell um Fachwerkfassade und Erker. Dort gebe es extreme Feuchte-Schäden.