Oberkatz - Für Heurich war dies die "erfreulichste Nachricht des Abends" zur Gemeinderatssitzung am Mittwoch. Dafür hatten die Oberkätzer freilich auch heftig gefochten. Gut vorstellbar, dass eine Verwaltungshürde, die für ganz Thüringen den DSL-Anschluss verkomplizierte, vor allem durch das Oberkätzer Engagement aus der Welt geschafft werden konnte. Denn das kleine Rhöner Örtchen wollte nicht hinnehmen, dass ihm die Felle davonschwammen, nur weil das Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung Meiningen forderte, bis Ende Oktober müssten die Baumaßnahmen für DSL fertig und abgerechnet sein, wenn man Fördermittel haben möchte. Die Telekom sah sich angesichts von 30 in Thüringen abgeschlossenen Verträgen freilich außerstande, diese Fristen einzuhalten (wir berichteten). Der Oberkätzer und der Aschenhäuser Bürgermeister hatten den Verwaltungsunsinn - der rein rechtlich übrigens in Ordnung war, denn es ging um Bundesgeld und -fristen - mit dem Landrat sowie mit den Landtagsabgeordneten Rolf Baumann (SPD) und Michael Heym (CDU) besprochen. Insbesondere das Insistieren von Landrat Ralf Luther bei seinem Partei- und Duzfreund, Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz, schien nun gefruchtet zu haben. In einem Brief an Luther erklärte Reinholz, dass der Bund ermöglicht habe, die Fördermittel auch in das Jahr 2011 zu übertragen.