Polizeieinsatz in Suhl Mann mit Messer vor Schule lässt Alarmglocken läuten

, aktualisiert am 29.07.2021 - 12:20 Uhr
POlizeikontrolle an der Grunschule Heinrichs. Foto: Bastian Frank

Ein größerer Polizeieinsatz im Suhler Ortsteil Heinrichs hat am Mittwochnachmittag für Aufregung und viel Unruhe insbesondere bei Eltern von in der Grundschule Heinrichs betreuten Ferienkindern gesorgt.

Heinrichs - Ein Mann mit einem Messer beunruhigte am Mittwochnachmittag im Bereich des Straßenmarktes und der angrenzenden Straßen sowie der Schule und des Kinderspielplatzes in Heinrichs Anwohner, Hortkinder, Erzieherinnen und Eltern. Schnell machten unbestätigte und zum Teil auch bewusst panikverbreitende Nachrichten in Chatgruppen und sozialen Netzwerken die Runde. Es soll einen größeren Polizeieinsatz unter anderem mit einem Hubschrauber gegeben haben.

Die Suhler Polizei bestätigt unserer Redaktion am Donnerstag auf Anfrage einen Einsatz in diesem Bereich. Man habe kurz nach 15 Uhr mehrere Anrufe von Bürgern erhalten, die auf dem Straßenmarkt und im Bereich der Grundschule einen offenbar verwirrten Mann mit einem Küchenmesser in der Hand gesehen haben, sagt Sprecherin Manuela Ploch. Daraufhin seien Polizeikräfte in dieem Bereich zusammengezogen worden. Der gesamte Bereich und auch das Umfeld wurden abgesucht. Dabei wurde tatsächlich ein Küchenmesser aufgefunden. Eine Person habe man allerdings nicht feststellen können. „Es gibt eine vage Personenbeschreibung, mit der weit weitere Ermittlungen führen“, so die Sprecherin.

Unter den Kindern an der Grundschule soll nach Bekanntwerden des Vorfalls und durch die von einigen Eltern über Whatsapp und soziale Netzwerke schnell verbreiteten Gerüchten die Angst groß gewesen sein. Ein Mörder sei an der Schule unterwegs, raunten sich die Sechs- bis Zehnjährigen immer wieder zu, so dass die Erzieherinnen Mühe hatten, sie zu beruhigen. Auch am Donnerstagmorgen war die durch einige Eltern und angebliche Augenzeugen im Internet geschürte Angst unter den Kindern noch groß.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei gab es allerdings keinen Bezug zur Schule. Für Kinder und Erzieherinnen habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden, heißt es. Die Evakuierung und die Benachrichtigung der Eltern, die ihre Kinder möglichst schnell abholen sollten, sei rein vorsorglich erfolgt. Die Schule wollte sich am Donnerstag auf Anfrage nicht zu dem Vorfall und zum Umgang von Kindern und Personal mit dem Thema äußern. vat

 

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