Oberhof/Zella-Mehlis - Wer jetzt Zeit hat und mit Holz heizt, der nutzt gern den Freiraum, um die eigenen Brennholzlager aufzufüllen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass derzeit zu der Geräuschkulisse des Waldes auch das Surren von Sägen oder die dumpfen Töne der Äxte gehören. Meist sind hier Menschen unterwegs, die sich das zusammensuchen, was beim Fällen von Bäumen durch den Forst übrig geblieben ist. Und das kann mitunter sehr ergiebig sein und helfen, die Stube im Winter auf ökologische Art und Weise warm zu bekommen. Und eine preisgünstige Alternative ist es zudem. Aber auch eine, für die man einiges an Aufwand in Kauf nehmen muss bis das Holz in den heimischen Ofen kommen kann. Schließlich ist es nicht damit getan, das Holz im Wald zu sammeln und abzutransportieren. Zu Hause wartet ein weiteres Stück Arbeit: Das Holz muss auf eine Größe gebracht werden, die für Brennholz im Ofen oder im Kamin taugt. Und es braucht Platz sowie Zeit, um zu trocknen. Doch diesen Aufwand nehmen viele Menschen in Kauf. Ganz sicher nicht nur wegen des Ersparnisses und des Klimagedankens, sondern weil das vor allem für Männer eine beliebte Freizeitbeschäftigung geworden ist. Eine eben, die den ganzen Mann fordert.