Neuenbauer wollen Natur etwas zurückgeben 450 Pflänzchen für neuen Mischwald gesetzt

Der gemeinsame Arbeitseinsatz macht allen großen Spaß. Foto: Scholz

Die Neuenbauer wollen ihrer Natur etwas zurückgeben und sind beim Arbeitseinsatz im Wald, den Ortsbürgermeister Rüdiger Scholz organisiert, gern mit von der Partie.

Neuenbau - Unser Wald stirbt und braucht unsere Hilfe. Trockenheit und Borkenkäfer haben ihm übel zugesetzt und jeder, der nach langer Zeit wieder einmal in den Wald kommt, ist einfach nur traurig. Alles kahl. „Das kann doch gar nicht sein“, ist man überzeugt. Doch leider sind abgeholzte Flächen bittere Wahrheit. „Da müssen wir etwas machen“, sind sich alle einig und überall in der Region starten Pflanzaktionen. Eine davon am Samstag in Neuenbau.

Die Idee dazu hatte Kurt Blau, der im Ortschaftsrat mitwirkt. Schnell konnte er Ortsbürgermeister Rüdiger Scholz davon überzeugen und schon bald hatte man sich auf einen Termin verständigt. „Das war vor ungefähr 14 Tagen“, erinnert Rüdiger Scholz. Die kurzen Infos waren kaum raus, aber dann musste umgeplant werden. Das Wetter hatte dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Winter war noch einmal zurückgekehrt und an Pflanzen war überhaupt nicht zu denken. „Aber wir wollen das unbedingt machen“, betont Rüdiger Scholz und setzt einen neuen Termin fest.

Nachdem er den bekannt gegeben hatte, meldeten sich nach und nach Interessenten an, die unter dem Motto „Zusammen sind wir stark“ mitmachen wollten. Rund 30 Naturfreunde konnten Ideengeber Kurt Blau und Ortsteilbürgermeister Rüdiger Scholz dann am Samstag Vormittag unterhalb des Sportplatzes begrüßen. Neben den Männern und Frauen waren auch einige Kinder mitgekommen, um zu helfen. So legten Ella Aulinger zweieinhalb und Bruno Pfeiffer dreieinhalb Jahre als jüngste Pflanzer fleißig mit Hand an.

Stolz zeigte Kurt Blau Baumpflanzen, die er extra für diesen Einsatz besorgt hatte. Bevor man am höchsten Punkt des Ortes jedoch loslegte, hörte man erst einmal Revierförster Christopher Aulinger ganz genau zu. Er erklärte, wie man die neuen Bäumchen am besten setzt und gab Hinweise zu Abstand und Lochtiefe. Ganz bewusst hatte man sich entschieden, einen Mischwald anzulegen, weil sich hier die Baumarten gegenseitig ergänzen. „ Mischwälder sind besser mit Wasser und Nährstoffen versorgt und das macht sie weniger anfällig für Trockenheit oder Schädlinge“, erfuhr man. Dann wurde gebuddelt und gesetzt und schon nach eineinhalb Stunden waren die 450 Pflänzchen verarbeitet.

„Eigentlich schade, dass es so schnell vorbei ist“, bedauerten die meisten und fragten an, wann denn wieder ihre Hilfe gebraucht werde. „Da gibt es bestimmt wieder mal was“, ist sich der Ortsbürgermeister sicher. Noch schnell eine frisch gebratene Wurst vom Rost – um die Versorgung kümmerte sich Ulrich Wagner – und dann machte man sich auf den Heimweg. „Jahrelang haben wir beim Weihnachtsbaumverkauf Bäume geerntet und jetzt gaben wir der Natur wieder etwas zurück“, ist man sich einig.

 

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