Der berühmteste Thüringer, da muss man nicht lange überlegen, ist Johann Sebastian Bach. Irgendwelche Einwände? Wohl kaum. Kein anderer kann seit über 300 Jahren mit seinem genialen Schaffen Millionen, vielleicht sogar Milliarden Menschen in aller Welt bewegen. Michael Maul, der Intendant des Leipziger Bachfestes, bemüht ausgerechnet Max Reger, um zu erklären, wie die Messestadt, in der Bach vor genau 300 Jahren seinen Posten als Thomaskantor antritt, die Musik des Barockkomponisten in die Zukunft posaunen will: „b-a-c-h ist Anfang und Ende aller Musik“, hatte der Meininger Hofkapellmeister einst behauptet. Bis heute hat ihm niemand widersprochen. Die Leipziger wollen diesen Gedanken nun fortspinnen. „Bach for future“ lautet das Motto des diesjährigen Bachfestes. Die nächste, die junge Generation ist das Ziel: Mit rund 80 000 Festivalgästen wird im Juni an der Pleiße gerechnet.
Musikalisches Gedenken Thüringen feiert, Leipzig huldigt Bach
Peter Lauterbach 30.03.2023 - 17:02 Uhr