Stedtlingen/Berlin - "Gerade haben wir am Brandenburger Tor gedreht und jetzt machen wir die Straße des 17. Juni dicht, das ist alles nur noch ein Busparkplatz", berichtet Ralf-Guido Dübner, der Geschäftsführer von Rottmann-Reisen in der Rhön, gestern vom Ort des Geschehens gegenüber der Heimatzeitung am Telefon. Hunderte Busse, ein ohrenbetäubendes Hupkonzert. Und ein Geschäftsführer, der um Fassung ringt. Zum einen wohl, weil auch ihn die Macht der Demonstration - von den berufsständischen Verbänden bdo, RDA und GBK organisiert - schon beeindruckt. Und weil er inständig hofft, dass dies auch bei den Politikern und ja, auch bei den Bürgern, ankommt. Zum anderen, weil er über den Vorabend erzählt: "Da waren wir schon in Berlin, hingefahren mit dem Bus. Vor dem Hotel haben wir heimische Bratwurst gegrillt. Und dabei mussten wir einen Kollegen verabschieden; meinen besten, langjährigen Kumpel, Busunternehmer aus Bad Liebenwerda. Ihm hat Corona das Genick gebrochen. Er muss jetzt Privatinsolvenz anmelden."
Meiningen Hupkonzert als Alarmsignal an die Politik
Iris Friedrich 17.06.2020 - 18:02 Uhr