Hier saugt der Chef selbstverständlich auch mal selbst über den roten Teppich: Hendrik Neukirchner, in der Südthüringer Kulturszene seit über 20 Jahren vor allem als Gründer und Antreiber des Provinzschrei-Festivals bekannt, hat in der Zella-Mehliser Ruppberg-Passage noch alle Hände voll zu tun, ehe am Freitag die ersten Gäste zum Kinoabend eintrudeln dürfen. Der rote Teppich ist schon ausgerollt – von der Eingangstür des neuen Kulturtempels an ungewohntem Ort bis hin zum renovierten Kinosaal. Alleine ist Hendrik Neukirchner in der „heißen Phase“ vor der Eröffnung nicht: Einige eifrige Mitstreiter des über 70 Mitglieder zählenden Provinzkultur-Vereins sind mit vor Ort. Aufgewühlt ist er aber schon, obwohl er selbst sogar Rockkonzerte und ganze Festivals als Organisator über die Bühne bringt. „Das hier“, sagt er, sei etwas Besonderes: „Nach über zwei Jahrzehnten hat unser Verein seine eigene Spielstätte.“