Kein Trinkwasser Rohrbruch in der Lindenstraße

Während die ZWAS-Mitarbeiter den Wasserrohrbruch reparieren, muss die Lindenstraße gesperrt werden. Foto: frankphoto.de

Für so manchen Bewohner im Pochwerksgrund war das am Mittwoch kein guter Start in den Tag. Aus dem Wasserhahn tröpfelte es am frühen Morgen. Wenn überhaupt. Ursache dafür war ein Wasserrohrbruch in der Lindenstraße.

Goldlauter-Heidersbach - Schon kurz nach 5 Uhr klingelte am Mittwoch das Telefon von André Jäger. Bürger im Pochwerksgrund in Goldlauter-Heidersbach hatten kein Wasser. Bestenfalls tröpfelte es noch aus den Hähnen, sodass es noch zum Putzen der Zähne und für einen Kaffee reichte. Der Werkleiter des Zweckverbandes Wasser und Abwasser Suhl „Mittlerer Rennsteig“ (ZWAS) hat Bereitschaftsdienst. „Wir haben uns sofort auf die Suche nach der Ursache des Versorgungsausfalls gemacht. Offensichtlich ist ein Trinkwasserrohr gebrochen. Die Bruchstelle aber zu finden, war nicht so einfach.“ Schließlich strömte kein Wasser aus einem Loch. Es floss im Untergrund und konnte nur mit spezieller Ortungstechnik, mit der quasi in die Leitungen in den unterirdischen Gängen abgehört wurden, ausgemacht werden. Die verschiedenen Querungen der Hausanschlüsse und der Trinkwasserleitungen machten das Unterfangen nicht einfacher. Bis zum frühen Nachmittag hatte es gedauert, die schadhafte Stelle ausfindig zu machen. Das Übel ist schließlich in der Lindenstraße entdeckt worden. „Durch den Druckabfall, den der Rohrbruch verursacht hat, hatten auch Anwohner im Pochwerksgrund kein Trinkwasser mehr“, erklärt André Jäger die Situation.

Am Mittwochnachmittag haben sich ZWAS-Mitarbeiter daran gemacht, das schadhafte Rohr zu reparieren. Das bedeutete, dass Anwohner weiterhin ohne Trinkwasserversorgung bleiben mussten. Zudem musste die Lindenstraße im Bereich der Hausnummern 16 und 18 gesperrt werden. Für den Fall, dass die Reparatur länger dauert, sind Wasserwagen bereitgestellt worden, aus denen die betroffenen Bürger notfalls Trinkwasser bekommen können. Die Trinkwasserleitungen im Bereich des Pochwerksgrundes und der Lindenstraße haben zwischen 60 und 80 Jahre auf dem Buckel. Zurzeit ist nicht geplant, dass hier die Leitungen erneuert werden. Das werde erst in Angriff genommen, wenn der Zweckverband Wasser und Abwasser gemeinsam mit der Stadt Suhl und anderen Versorgern ein Gemeinschaftsprojekt planen, so der Werkleiter des ZWAS. „Es macht keinen Sinn, wenn wir die Straße aufgraben, um die Leitungen zu erneuern, und ein paar Jahre später die Straße gebaut wird oder ein anderer Versorger in den Untergrund müsste. Wenn, dann machen wir das in einem Zug.“

Im Verbandsgebiet des ZWAS, in dem etwa 64 000 Bewohner in 16 Kommunen mit Trinkwasser versorgt werden, gibt es jährlich etwa 250 Wasserrohrbrüche.

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