Imbiss in Oberhof Baulaster und Schutt vermiesen Lust auf Bratwurst

Immer wieder bringen die Lkw Asphaltreste und kippen sie am Parkplatz ab. Ein Bild, an dem sich der Betreiber der Pitaria und seine Gäste stören. Foto: M. Bauroth

Hinter den Baufahrzeugen und Schuttbergen ist der Imbiss kaum auszumachen. Kein Wunder, dass der Pitaria die Kunden fehlen. Inhaber Kosta Metzeler wünscht sich, dass die Fläche am Südknoten nicht mehr zum Abstell- und Müllplatz mutiert.

Oberhof - Das Häuschen hat einen giftgrünen Anstrich, der selbst im Oberhofer Nebel direkt ins Auge fällt. Davor laden Sitzgelegenheiten aus Euro-Paletten und Holzstämme zum Verweilen ein. Im Lager türmen sich die griechisch-deutschen Leckereien von der Bratwurst bis zum Fladenbrot. Nur die Gäste, die fehlen. Kosta Metzeler weiß auch warum. Immer wieder stehen ein Halbes Dutzend Baufahrzeuge auf dem Parkplatz direkt vor seinem Imbiss, der Pitaria am Oberhofer Südknoten. „Es sieht dann jedes Mal so aus, als würde bei mir gebaut werden. Kein Wunder, dass die Leute nicht kommen“, sagt er. Was das für den Gastronom bedeutet, wird am Ende eines jeden Monats sichtbar. „Ich habe dadurch deutliche Umsatzeinbußen“, betont er.

Dreck und Staub

Schon im vergangenen Jahr hatte der Pitaria-Betreiber, der nur einen Teil der asphaltierten Fläche am Südknoten gepachtet hat, mit den parkenden Lastern zu tun. Damals waren die Baufahrzeuge an der Thüringer Hütte im Einsatz – geparkt wurde dennoch auf der anderen Seite der Stadt, direkt vor dem Imbiss von Kosta Metzeler. Auch in diesem Jahr hat die Stadt ihren Teil des Parkplatzes freigegeben für das Abstellen von Fahrzeugen und das Lagern von Baumaterialien und Schutt. „Das hier ist doch kein Müllplatz, überall Dreck und Staub“, moniert der Gastronom. Immer wieder fahren die Lkw Fräsgut auf den Parkplatz und kippen ihn ab. Seit Kurzem lagern Leitplanken, die an der Landesstraße verbaut werden sollen, auf dem Parkplatz. Informiert worden sein er im Vorfeld nicht. „Ich hätte sonst meinen Jahresurlaub anders geplant“, sagt er.

Der Gastronom befürchtet, dass er den Parkplatz im November erneut mit den Baufahrzeugen teilen muss. Dann nämlich wird das Teilstück der Landesstraße saniert, dass direkt an seinem Imbiss vorbeiführt. Dabei gebe es Alternativen, sagt er. Sowohl im Gründle als auch am Rondell werde kein Gastronom gestört und es gebe viel freie Fläche für die Baulaster. „Ich fühle mich, als wäre ich hier nicht gewollt“, sagt er.

Für kurze Anfahrtswege

Es sei im Interesse aller Beteiligten, die Beschränkungen sowohl zeitlich, wie auch im Einzelfall erträglich zu halten, betont der Oberhofer Hauptamtsleiter Holger Orthey. Es seien daher Lagermöglichkeiten in unmittelbarer Baustellennähe gesucht worden. „Diese sind notwendig, um Transport- und Anfahrtswege und damit einhergehend auch die Zeiten der Sperrungen sowie Ampelregelungen so gering wie möglich zu halten“, schildert er. Man habe dafür nicht nur die Parkfläche am Südknoten, sondern auch den Parkplatz Rondell und Polterflächen des Forstes entlang der L3247 einbezogen. „Mit den bauausführenden Firmen wurde des Weiteren vereinbart, dass die Nutzung der Parkflächen auf das Notwendigste beschränkt wird“, sagt Holger Orthey.

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