Heyda - "Wie soll ich Sie denn begrüßen? Als liebe Rentner? Oder liebe Senioren? Das geht doch nicht", überlegte Heydas Bürgermeister Thomas Schäfer gestern Nachmittag auf der Bühne. Vor ihm im Saal der Heydaer Schenke saßen etwa 180 Senioren aus allen fünf Ilmenauer Ortsteilen, zum ersten Mal feierten sie gemeinsam Fasching. "Nein, wir sind alle wegen dem Karneval hier. Deswegen nenne ich Sie mal: Liebe Karnevals-Fortgeschrittene", überlegte der narrenbekappte Organisator Schäfer weiter. Er ist selbst Mitglied im Heydaer Karnevalclub HCV, neben ihm hatten sich die Ortsteilbürgermeister Karl-Heinz Kühn (Manebach), Wolfgang Heinz (Oberpörlitz) und Ilmenaus Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber aufgereiht. Nach Seebers Ausführungen zur Geschichte der Ilmenauer Ortsteile - mit derzeit 5000 Einwohnern - gab Karl-Heinz Kühn, als Napoleon verkleidet, einige Schwänke zum Besten. Womit er eine amüsante kleine Seitenhieb-Serie unter den Ortsteilen anstachelte: "Wenn ich den Heydaer Saal sehe, dann sehe ich, wo unsere Manebacher Fördergelder hin sind. Die Ilm fließt bergab, und mit ihr das Geld. Aber das ist heute egal. Lasst die Sorgen Sorgen sein, bei Kräutertee und Haferschleim." Schäfers Konter: "Karl-Heinz hat Manebach mal als das St. Moritz von Ilmenau bezeichnet. Und in St. Moritz wohnen ja bekanntlich die Reichen."
Ilmenau Fasching für Fortgeschrittene
Von Uwe Appelfeller 07.02.2013 - 00:00 Uhr