Wenn, wie Bettina von Arnim einst schrieb, Kunst Spiegel der Seele ist, dann sind diese Bilder von Beate Debus solche Spiegel, in denen der Betrachter sich selbst sieht. Das mag manchem etwas sentimental erscheinen, aber was sieht er denn, wenn er sich "Herbststurm" anschaut, "Dämmerung", "Nachtwolken", "Lichtwald" oder "Schattenfall"? Wenn er "Windgras" bestaunt, "Dunkelwetter" oder "Nebelnacht" auf sich wirken lässt? Nicht mehr als das, was er erkennen mag und kann. Es sind Bilder, die ihm Stimmungen mitgeben, Gefühle ansprechen. Die dem Betrachter also etwas über seine eigene Empfindsamkeit erzählen. Man mag einwenden, dass dies bei aller Kunst so ist, aber selten greift sie so direkt ins eigene Ich wie bei der Ausstellung "Rhythmen der Form" in der Zella-Mehliser Galerie im Bürgerhaus.