Bürgermeister Jürgen Hennemann berichtete anschließend aus der Kreistagsarbeit. Er griff das Thema Krankenhaus und die immer größer werdenden Defizite der Haßberg-
Kliniken heraus. Dabei ginge es, wegen den Kosten, immer wieder auch um die zwei Krankenhaus-Standorte im Kreis. Es gehe um "Nutzung und Erhalt Eberner Krankenhaus", um Ebern als Gesundheitsstandort für die Zukunft mit Anlaufstelle für medizinische Leistungen. Vorstandsmitglied Ernst Harnold vertritt hierzu die Meinung, dass "... leider eine Spezialisierung und Konzentration auf ein Behandlungs-Feld verschlafen wurde." Die Eberner SPD vertritt die Meinung, dass eine Nutzung zur Nachsorge von OPs oder zur Tagespflege sinnvoll wäre. Es müsse eine Verknüpfung der Krankenhausleistungen mit Pflegeleistungen vom Staat ermöglicht werden, nur so könne eine Gesundheitsversorgung vor Ort in kleinen Häusern am Land ermöglicht werden, forderte Ecki Roeß. "Dafür muss endlich ein Modellversuch vom Gesundheitsministerium genehmigt werden, um das auszuprobieren und mit den notwendigen Finanzmitteln hinterlegt werden", ergänzt Jürgen Hennemann. Das sei eine von ihm seit Jahren eingebrachte Forderung, die für die kleinen Landkrankenhäuser eine Zukunft bedeuten könnte.