Breitunger Seen Wo der Biber Sanduhren schnitzt

Spitz auf Knopf: Dieses Foto hat unser Leser Rudi Horn während der Wasservogelzählung an den Breitunger Seen gemacht. Hier hat der Biber in seiner charakteristischen Sanduhr-Technik den Stamm angenagt, jetzt fehle nur noch ein „entsprechender Windstoß, dann kann die Ernte des dünneren Geästs durch den Biber erfolgen“, schreibt Horn dazu. Foto: /Rudi Horn

Kenner der Breitunger Seen wissen längst um deren tierische Bewohner mit den stabilen Zähnen. Der Biber hat sich vor einiger Zeit in dem mehrfach geschützten Areal niedergelassen und hinterlässt dabei auch markante Spuren.

Bei der ersten Wasservogelzählung des Jahres am Wochenende konnten einige „Arbeitsobjekte“ des Bibers betrachtet werden, berichtet der Breitunger Rudi Horn; insbesondere Weiden hätten die Tiere umgelegt. „Der Biber bringt an den Ufern der Seen selbst sehr dicke Bäume zu Fall“, schreibt Rudi Horn. Er hat während der Tour mit dem Breitunger Rhönklub fotografiert, wo die in Deutschland streng geschützten Tiere genagt haben.

Harry Kümpel vom Angelverein Breitungen ist innerhalb seines Vereins für die Breitunger Seen zuständig und kennt die Gewässer samt seiner Bewohner seit Jahrzehnten. Dabei hat er in jüngerer Zeit auch Bekanntschaft mit dem Biber gemacht. Wie der Angler berichtet, verbringen die Nagetiere den Sommer bevorzugt an der Werra und kommen im Herbst an die Seen. Dort wandeln sie die Landschaft ein stückweit um. Biber fressen Zweige, Rinde und Blätter der von ihnen gefällten Bäume. Momentan seien das vor allem Weiden, bestätigt Harry Kümpel, aber auch wilde Kirschbäume. Die Angler kommen im übrigen gut klar mit dem wasserliebenden, dichtbepelzten Tier: Biber sind Vegetarier und fressen keine Fische.

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