Brand in Gartenhütte Feuerwehr soll Leiche gefunden haben

Eine Hütte in einer Kleingartenanlage im Westen von Suhl steht am frühen Dienstagabend in Flammen. Die Feuerwehr kommt beim Einsatz im Stadtteil Sehmar nahe der A73-Abfahrt Suhl-Zentrum selbst in Bedrängnis. In dem Häuschen soll eine männliche Leiche gefunden worden sein.

Suhl - Lichterloh schlagen die Flammen aus dem Dach der Gartenhütte, als die ersten Feuerwehrkräfte das Brandobjekt am Dienstagnachmittag gegen 15.30 Uhr erreichen. Kurz zuvor war in der Leitstelle per Notruf die Meldung über eine Rauchentwicklung und Feuer im Bereich Wendelsgarten und Sehmarplan, also oberhalb der Meininger Straße in Richtung A 73, eingegangen. Die Berufsfeuerwehr, die mit einigen Kräften gerade bei einem Einsatz zur Reanimation einer leblosen Person in der Stadt unterwegs war, wurde mit der Freiwilligen Feuerwehr Suhl-Zentrum alarmiert. „Wir mussten die Einsatzstelle erst suchen, was sich in dem unübersichtlichen Gelände mit schmalen, aufgeweichten Wegen als nicht so einfach herausstellte“, sagt Feuerwehrchef Dennis Kummer. Oberhalb des Plessengrundes wird  die brennende Hütte schließlich  entdeckt. Per Funk werden die größeren Löschfahrzeuge aus Richtung Sehmar und aus Richtung  Plessengrund wegen der schmalen Wege über zwei Richtungen an die Einsatzstelle gelotst. Dabei gerät eines der schweren Fahrzeuge auf dem aufgeweichten Weg in ernsthafte Schwierigkeiten und droht umzustürzen, sodass es nicht weiterfahren kann.

„Die Hütte stand bereits im Vollbrand, das Feuer drohte auf eine benachbarte zweite Hütte überzugreifen“, schildert Kummer das dramatische Szenario. Mit massivem Einsatz von Wasser aus den Tanklöschfahrzeugen – insgesamt stehen ohne zusätzliche Schlauchleitung damit rund 15 000 Liter Löschwasser zur Verfügung – rücken die Angriffstrupps dem Brand zu Leibe. Das Feuer ist schnell unter Kontrolle und die zweite Hütte kann geschützt werden –  allerdings ist  die brennende Gartenhütte nicht mehr zu retten. Die Löscharbeiten ziehen sich bis nach Einbruch der Dunkelheit hin. Die schwierige  Bergung des festgefahrenen  Feuerwehrfahrzeugs dauert bis in den Abend hinein an. Das Fahrzeug muss angesichts seiner gefährlichen Schieflage zunächst gegen Umkippen gesichert werden, um es bergen zu können. Deshalb wurde der ASB zur Unterstützung des Führungsdienstes und zur Versorgung der Einsatzkräfte ebenfalls an die Einsatzstelle beordert.

Noch während der Löscharbeiten trafen Ermittler der Kriminalpolizei am Brandort ein. Dem Vernehmen nach soll in der brennenden Hütte eine männliche Leiche gefunden worden sein. Die Kriminalbeamten wollten einen Leichenfund auf Nachfrage am Einsatzort weder bestätigen noch dementieren. Auch zur Brandursache konnte die Polizei am Abend noch keine Angaben machen.

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