Das wissen natürlich auch die Anhänger des traditionellen Schwarzwälder Bundeswehrlieferanten HK. Die deshalb schon vor der Klage, vor zwei Jahren, dem Bundeswehr-Beschaffungsamt informelle Hinweise zuspielten, dass da mit dem Haenel-Gewehr etwas nicht in Ordnung sein könnte. So musste es Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer vorigen Freitag in geheimer Sitzung des Bundestags-Verteidigungsausschusses zugeben. Ja, man habe von den Vorwürfen gewusst. Sie aber nicht weiter verfolgt, weil Haenel ja in seiner Bewerbung versichert habe, dass es keine Ansprüche Dritter gebe. Sollte Haenel das wider besseres Wissen geschrieben haben, wäre das alleine ein Grund, die Suhler aus der Vergabe auszuschließen. Aber haben sie gelogen? Haenel beteuert, das Patent-Problem bezöge sich auf ein anderes Waffenmodell, nicht auf das für die Bundeswehr.