Suhl - Drei Arbeitstage hatte die Thüringer Generalstaatsanwaltschaft Zeit, seit sie mit dem offiziellen Ausscheiden Mark Hauptmanns aus dem Bundestag am vorigen Samstag handfeste Ermittlungen beginnen durfte. Schon die wenigen Stunden reichten für einen weit reichenden Verdacht: Entgegen all seinen Beteuerungen soll der 36-Jährige mit seinem Firmennetzwerk viele Hunderttausend Euro für Masken-Vermittlungen eingenommen haben. Hinweise auf außergewöhnlich hohe Überweisungen oder Abhebungen, die die Banken laut Geldwäschegesetz melden müssen, dürften für die Ermittler der Anlass gewesen sein, sich Hauptmanns Konten ganz genau anzuschauen. Die Summe von knapp einer Million Euro, die sie nun dort fanden und zunächst eingefroren haben, lässt erneut aufhorchen: Was steckt noch dahinter? Sicher ist: Allein Geschäfte wie das mit den insgesamt 230 000 Euro teuren Corona-Masken, die Hauptmann nach Suhl, Sonneberg und Hildburghausen vermittelt hatte, reichen für solche Summen auf den Konten nicht aus.