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Thüringen

Sechs Wochen voller Tipps fürs Fit-Sein

Gesünder essen, aktiver leben, sich besser entspannen und sich endlich mal mehr bewegen: Mal ehrlich - wer hätte nicht solche Wünsche für sich selbst oder seine Lieben. Wir wollen Ihnen in den kommenden sechs Wochen dabei helfen, dass es nicht nur bei den allzu bekannten guten Vorsätzen bleibt.



In unserer Serie "Aktiv und Gesund" geben wir Ihnen ab jetzt sechs Wochen lang gute Ratschläge, originelle Beispiele und viele gute Gründe, etwas für Ihren Körper und Ihr Wohlbefinden zu tun.

Heute machen wir Zeitungsleute selber den Anfang und stellen Ihnen auf dieser Seite sieben Tipps vor, wie Sie Sport und Bewegung ganz einfach in Ihren Alltag einbauen. Auch in den weiteren Folgen der Serie werden Sie sehen: Um aktiv und gesund zu bleiben oder zu werden, brauchen Sie sich nicht gleich im Verein oder beim Fitnessstudio anzumelden

Ab nächster Woche finden Sie immer dienstags und donnerstags eine "Aktiv und gesund"-Seite an der Stelle, wo sonst der Ratgeber steht. Schauen Sie auch in anderen Zeitungsteile - etwa in Ihren Lokalteil. Auch dort werden Sie in den Wochen bis zum 1. Juli ein ums andere Mal erfahren, was vor Ort in Sachen "Aktiv und gesund" wichtig ist.

Keine Ausreden mehr: So geht Bewegung im Alltag:
Ja doch, im Grunde wissen wir es ja: Wir sitzen zu viel. Durchschnittlich 68 000 Stunden sollen es sein, die ein deutscher Büromitarbeiter in seinem Berufsleben mit dem Hintern auf dem Stuhl verbringt. Erwachsene sitzen im Durchschnitt 11,5 Stunden pro Tag, Grundschulkinder bereits rund neun Stunden. Eine Studie nach der anderen hämmert uns ins Gewissen: Wer zu lange dahockt, ist früher tot. Amerikanische Wissenschaftler des Pennington-Biomedical-Forschungszentrums haben herausgefunden, dass schon mehr als drei Stunden tägliches Sitzen die Lebenserwartung reduzieren kann. Die Rückenmuskulatur wird verkürzt, Bauch-, Bein- und Gesäßmuskeln geschwächt. Schultern und Nacken, Wirbelsäule, Bandscheiben und Gelenke werden belastet. Langes Sitzen macht den Darm träge, was sich wiederum schlecht auf den Stoffwechsel und damit auf das Immunsystem auswirkt. Und: Natürlich hat übermäßiges Sitzen einen erheblichen Einfluss auf das Körpergewicht.
Die gute Nachricht aber: Durch eine Stunde Bewegung lassen sich die negativen Effekte eines achtstündigen Arbeitstags deutlich verringern, zeigt eine norwegische Studie von 2016. Auch schon eine halbe Stunde täglich wirkte sich demnach positiv aus. Also, ab jetzt keine Ausreden mehr. Sich täglich eine halbe Stunde Zeit zu nehmen, sollte für so ziemlich jeden drin sein. Besonders, wenn die Bewegung wie nebenbei in den Alltag eingeschoben wird. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, wie das gelingen kann.        ap

Nicht nur in die Röhre gucken:
Fernsehen – das klingt erst mal nach Faulsein, Chips und Bier. Also genau dem Gegenteil von Sport. Klar, wer fläzt sich nach einem langen Arbeitstag nicht gerne aufs Sofa und lässt sich berieseln? Aber selbst da gibt es Möglichkeiten, das schlechte Gewissen zu beruhigen. Und es braucht nicht mal Werbepausen. Im Gegenteil: Wenn der Film fesselnd ist, laufen klassische Kniebeugen, Liegestütze, Wadenheber oder Sit-Ups nebenher wie von selbst. Übungen mit dem eigenen Körpergewicht sind derzeit im Trend: Muskelaufbau ohne teure Geräte oder zeitaufwendige Besuche im Fitnessstudio. Und je mehr Muskelmasse, desto höher der Kalorienumsatz des Körpers. Das heißt, auch in Ruhephasen wird mehr Energie verbrannt. Schon fünf bis zehn Minuten tägliches Training reichen – nach eigener Erfahrung – übrigens, um den Körper sichtbar zu straffen. Und das mit dem Gefühl, scheinbar keinen Sport gemacht zu haben.  ap

Muckibude in den eigenen Wänden:
Wer braucht schon ein Fitnessstudio, wenn er ein Haus hat. Und Katzen. Fensterputzen im verglasten Wintergarten ersetzt Kniebeugen genauso wie Hantel- und Aerobic-Training. Die Kalorien schmelzen nur so dahin, die Armmuskeln zucken und wachsen ganz nebenbei. Sicher, Spaß ist etwas anderes. Und Putzen strengt an. Aber das geht denen, die sich in der Muckibude quälen, vermutlich nicht anders. Das Ergebnis hingegen ist vergleichbar: Nach dem Staubsaugen, Wischen und Wedeln stellen sich Glücksgefühle ein. Nicht nur, weil die Stube wieder blitzt. Sondern weil man weiß – und körperlich spürt – etwas für sich getan zu haben. bb

Gassigehen statt Marathon:
Es ist, zugegeben, nicht jeden Tag die reinste Freude. Wenn der Mai mal wieder mit sehr einstelligen Temperaturen aufwartet und dazu mit Nieselregen. Wenn ein dienstlicher Termin ziemlich früh drängt, davor (mindestens) eine Stunde im Auto einzuplanen ist. Da klingelt der Wecker wirklich zu Unzeit, wenn der Journalist morgens zuallererst als Herrchen (das geht auch in weiblicher Form, na klar!) gefordert ist. Aber es ist auch wahr: Die halbe Stunde am Bach entlang und durch die Wiese (irgendwann sind die Füße nass, dann ist’s eh egal) ist nicht allein alltägliche Pflicht für den Hundebesitzer, bei jedem Wetter selbstredend, sondern vor allem ein Muntermacher für den Tag und damit ein Fitnessprogramm für jedes Alter und jede Gewichtsklasse.
Wer mit einem strammen Spaziergang oder ein paar Kilometern lockerem Laufen in den Tag startet, ist von der ersten Minute an fit, wenn er ins Büro kommt oder in die Werkstatt. Und es gibt nicht wenige Hundebesitzer, die Stein und Bein schwören, ihnen kämen beim Gassigehen die besten Ideen, die klügsten Gedanken, die kreativsten Lösungsansätze, die schönsten Formulierungen … Und dann gibt es sie ja auch, diese Tage, an denen wir mit den Hunden an der Leine einen tollen Sonnenaufgang erleben, in milder Luft die Vögel zwitschern hören, ein paar Rehe am Waldrand äsen sehen …
Hundebesitzer haben nicht nur Bewegung in den Alltag integriert – sie integrieren sich ein gutes Stück Lebensfreude in den Alltag. whö

Von den Kindern lernen - und mitspielen:
War das früher schön: Auf dem Spielplatz die Rutsche rauf und runter, am Klettergerüst Sprosse für Sprosse überwinden und auf der Schaukel vor und zurück, immer und immer wieder. Kindsein ist wahrscheinlich für viele der Inbegriff des einfachen Glücks. Doch kaum sind die Menschen erwachsen, scheinen sie genau das zu vergessen. Eltern und Großeltern sitzen auf der Bank und schauen dem Nachwuchs lieber zu, als einfach selbst mitzuspielen.
Dabei ist das doch ganz einfach, es braucht nicht mal einen Spielplatz zum Glück. Warum kein Crosslauf über Stock und Stein durch den Wald? Warum nicht mal wieder zum Fangen durch den Garten jagen oder barfuß durch den nahe gelegenen Bach stapfen? Das Glück kann so einfach sein – auch als Erwachsener. Fit hält der kleine Spaß nebenbei auch. Und jung. kt

51 Stufen gehen den Schweinehund:
51 Stufen trennen mich von meinem Arbeitsplatz. So weit ist der Weg vom Erdgeschoss des Verlagsgebäudes auf dem Suhler Friedberg bis in die Redaktion im zweiten Stock. Eine lächerliche Zahl eigentlich. Und doch der Schlüssel zu wenigstens etwas mehr Bewegung. 51 Stufen sind es, die ich meinem inneren Schweinehund mehrmals täglich abringen muss, um statt des Fahrstuhls die Treppen zu nehmen. Lächerlich, ich weiß, doch geradezu ein Berg, wenn man bedenkt, dass der durchschnittliche Deutsche nicht einmal mehr auf 3000 Schritte Fußweg am Tag kommt. jol

Radfahren: Fitness ohne Tour de France:
Sich an der frischen Luft bewegen, dabei ganz schön weit voran und auf die gleiche Weise wieder heim kommen: Diese Kombination hat das Radfahren exklusiv. Zwischen Rhön und Rennsteig heißt das für die Meisten: Rein ins Radlerdress oder gleich rauf aufs E-Bike. Aber warum eigentlich so kompliziert und teuer? Auch in unserer bergigen Gegend kann man in der Freizeit ganz normal durch die Natur radeln – ohne übermäßig Schweiß, Höhenmeter, Zeit und Ausrüstung zu investieren und auch ohne die Bikes ins oder aufs ohnehin zu kleine Auto zu hieven. Die Zauberworte lauten: Bahn und Bus. Denn in jedem Zug und in den meisten Bussen können Sie Ihr Fahrrad mitnehmen und damit Bergen und Entfernungen ein Schnippchen schlagen. Mit der STB hoch nach Neuhaus/Rennweg – und runter rollen lassen. Flott durchs Werratal – und locker ein paar Stationen mit der Bahn zurück. Per Bus zum Inselsberg oder auf die Schmücke – und erst oben etwas rumkurven, dann hinabsausen. Auch entferntere Hoch-Ziele wie der Kreuzberg, die Wartburg oder der Hainich-Baumkronenpfad lassen sich so mit Bewegung, aber ohne Tour-de-France-Gekeuche erreichen. Also: Fahrplan checken, Rad aus dem Keller und los geht die Ausflugsfahrt für die kleine Fitness zwischendurch. er

Das Paradies ist so nah: Arbeiten im Garten:
In Zeiten, in denen die Welt immer chaotischer zu werden scheint, ist der Garten für viele ein Rückzugsort, wo man abschalten und den hektischen Alltag für einen Moment vergessen kann. Der Garten ist gut für den Geist, aber auch für den Körper. Von einfachen Arbeiten wie Unkrautjäten oder Rasenmähen (wenn möglich ohne Antrieb) bis zu etwas anstrengenderen Tätigkeiten wie Beetegraben oder Bäumeschneiden: Gartenarbeit fordert den ganzen Körper, belohnt ihn aber nicht nur in Hinblick auf die eigene Fitness, sondern spätestens bei der nächsten Ernte, wenn das selbst ausgesäte Gemüse auf dem Teller liegt und die ersten Äpfel reif sind. kt
 

Jede der sechs Wochen hat einen besonderen Schwerpunkt:

Woche 1: ERNÄHREN. Eine Expertin aus Ilmenau verrät Ihnen, wie Sie Ihren Kindern oder Enkeln gesundes Essen schmackhaft machen. Und ein Koch aus Steinbach-Hallenberg macht vor, wie man auch ohne viel Fleisch lecker und gesund speist.

Woche 2: BEWEGEN. Beim Bogenschießen steht man nur herum? Von wegen - wir stellen Ihnen einen wenig bekannten Freizeitsport vor. Wem das zu exotisch ist: Südthüringer Experten geben Tipps, wie und wo man am besten in sportliche Betätigung einsteigt (siehe unten)

Woche 3: ABNEHMEN. Diät-Tipps kennt jeder zur Genüge. Wir stellen ihnen besondere Ideen vor. Lassen Sie sich überraschen!

Woche 4: WOHLFÜHLEN. Sport treiben mit wenig Schweiß, aber viel Genuss: Das geht mit E-Bikes, aber auch mit Tanzen und anderen Wohlfühl-Aktivitäten.

Woche 5: ENTSPANNEN. Sauna und Sensen - fängt beides mit S an, hat aber nichts miteinander zu tun. Oder doch? Lesen Sie selber.

Woche 6: GESUNDEN. Nachts liegen wir, tags gehen oder sitzen wir meist. Dass Schlaf- und Rückenprobleme folglich häufige Wehwehchen sind, verwundert nicht. Wir versuchen, sie zu lindern. er

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19. 05. 2017
18:05 Uhr

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19. 05. 2017
18:05 Uhr



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