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Schmalkalder Bildungsmesse macht nicht überall Schule

Erstmals konnten sich Eltern und Interessierte zur ersten Schmalkalder Bildnungsmesse über die Bildungslandschaft in der Stadt informieren. Doch es gab offenbar auch Wissenlücken, denn einige wichtige Schulen fehlten.

Von Erik Hande
  • Basteln, ausprobieren - die Kinder kamen zuerst an die Stände. Foto: Erik Hande
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Schmalkalden - Erst die Berufsinformationsmesse, nun die Bildungsmesse: In der Mehrzweckhalle hatte am Samstag die erste Bildungsmesse, die so etwas wie Schule kompakt zeigen sollte, ihre Pforten geöffnet.

Schule gemacht hat die Messe im Bildungsraum Schmalkalden nur bedingt. Der Besucherandrang blieb überschaubar. An der Präsentation nahmen alle Grundschulen, die Bentheim-Schule sowie die Kindergärten der Stadt teil. Regelschule, Gymnasium und Berufsbildungszentrum Schmalkalden fehlten hingegen, stellte Jana Lenk von der Stadtverwaltung fest. Dafür war das Familienzentrum als Initiator der Messe vor Ort. Die Einrichtung hatte auch den Babysachen-Basar organisiert, der regen Zuspruch fand. Gemeinsam mit der Stadt und weiteren Partnern wollte das Familienzentrum aber vorrangig über die Betreuung und Bildung von Kindern und Jugendlichen in Schmalkalden informieren. In diesem Zusammenhang waren auch die Musikschule sowie die Familienberatungsstelle der Diakonie vertreten. "Bis zur Halbzeit hatten wir eine gute Resonanz", sagte Tamara Wedel vom Familienzentrum über das Besucherinteresse.

Vor allem allgemeine Informationen über das Angebot der Einrichtung waren gefragt. Auch die Anfang 2013 beginnende Vortragsreihe "Kinder im Grundschulalter" und "Kinder in der Pubertät" seien nachgefragt worden. Ebenso fanden die Vorträge zur Bildungsmesse, einmal über ADHS-Kinder und Hyperaktivität sowie zu Cybermobbing, Interesse. Am Stand der Martin-Luther-Grundschule (knapp 90 Schüler) in Trägerschaft der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck interessierte neben dem Schulkonzept vor allem die Frage, wie heimisch die Schule mittlerweile in ihren neuen Räumen ist.

Ebenso wurde das Konzept als Ganztagsschule, die an drei Tagen eine schulische Betreuung bis 14.40 Uhr garantiert, hinterfragt. Dabei konnten die Lehrer über gute Erfahrungen im erstmals gemeinsam durchgeführten Unterricht der ersten und zweiten Klasse berichten. Interesse fand auch die offene Gruppenarbeit im Hort. Hier werden die Kinder in Interessengruppen und nicht nach Klassenzusammensetzung betreut. Am Stand der Staatlichen Grundschule (rund 360 Schüler) fand die Ausrichtung auf die mathematisch-naturwissenschaftliche Richtung Interesse. Technik begeistert: Von den aufgebauten Solarmodellen waren die Kinder fasziniert. Etliche Gespräche mit Lehrern und Erziehern bestätigten auch hier, dass Eltern an einer vielseitigen Bildung und zuverlässigen Betreuung gelegen ist.

Katrin von Vogt, Schulleiterin der Bentheim-Schule (56 Schüler) an der Blindeninstitutsstiftung Schmalkalden, freute sich über das Interesse von anderen Einrichtungen, die mit der Schule kooperieren möchten. Seit zwei Jahren sei das Interesse daran stärker, vor allem in den Regelschulen bietet sich das Fach Sozialwesen dafür an. Nachfragen gab es auch über die Frühförderung der Einrichtung, welche für sehbehinderte Kinder im Alter bis zu sechs Jahre geboten wird. "Wir möchten aber nicht nur auf Blinden-Institut reduziert werden", sagte die Schulleiterin, denn an der Schule werden bis zur Werkstufe viele verschieden behinderte Schüler betreut. "Wir kommen gerne wieder", sagte von Vogt über eine Teilnahme an einer nächsten Bildungsmesse. Am Stand der Weidenschule (4 Schüler) herrschte neugierige Nachfrage über Konzept, Ausrichtung und Perspektive. "Wenn das bekundete Interesse in Schülerzahlen mündet, dann wächst die Schule im kommenden Schuljahr auf jeden Fall", sagte Christine Pietzsch vom Förderverein der Weidenschule. Etwas magerer schien die Bilanz der Kindergärten zu sein.

Die Erzieherinnen stellten zwar häufiger das Konzept der jeweiligen Einrichtung vor, aber Details zur Betreuung der Kinder seien kaum gestellt worden.

Das gleiche Fazit zog Ralph Winter von der Familienberatungsstelle der Diakonie. Ohnehin käme kaum einer bei solch einer Messe auf einen zu, um über Probleme mit den Kindern zu berichten, erklärte er. Allerdings sei es wichtig, sich zu präsentieren, damit sich später Hilfesuchende an die Einrichtung der Diakonie erinnern und sie in Sachen Familienberatung aufsuchen. Das Fazit der Premiere scheint am Ende durchwachsen.

Die Idee zur Bildungsmesse wurde grundsätzlich für gut und richtig befunden. Auch eine Fortsetzung hielten alle Beteiligten für ratsam. In welcher Form und in welchem Rahmen, das wird die Auswertung erbringen. Zu der treffen sich alle Teilnehmer noch einmal in den kommenden Wochen.

    
    

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