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Regionalsport

FC Rot-Weiß: Gibt es einen Rettungsanker ?

Erfurt - Der FC Rot-Weiß Erfurt läuft Gefahr, den Spielbetrieb in der Regionalliga Nordost einstellen zu müssen. Jetzt deutet einiges daraufhin, dass doch noch mit einem neuen Geldgeber die letzte Reißleine gezogen wird.



Erfurt - Im Kino würde man wohl von einem ganz schlechten Drehbuch sprechen: Ausgerechnet am Tag nach dem 54. Vereinsgeburtstag lief der FC Rot-Weiß Erfurt Gefahr, den Spielbetrieb in der Regionalliga Nordost einstellen zu müssen. Nachdem Insolvenzverwalter Volker Reinhardt am Freitag angekündigt hatte, am Montag die Reißleine zu ziehen, sofern sich über das Wochenende keine neuen Geldgeber für den
finanziell extrem angeschlagenen Fußball-Traditionsclub finden würden, deutete bis zum Sonntagabend nahezu alles darauf hin, dass diese Reißleine auch gezogen wird.

Nun scheint sich vielleicht ein Silberstreif am Horizont anzudeuten. Laut einer Pressemitteilung steht Reinhardt seit dem Wochenende mit einem neuen potenziellen Investor in Verhandlungen, der sogar eine Absichtserklärung ("Letter of intent") abgegeben haben soll. Die Gespräche seien zwar noch nicht abgeschlossen, doch es bestünde die Möglichkeit, dass sich hier eine positive Lösung ergeben könnte. Eine Entscheidung solle kurzfristig fallen, da am 31. Januar die Transferperiode für die laufende Saison endet.

Cottbus-Spiel findet statt

Fakt ist, dass der Spielbetrieb bei Rot-Weiß am heutigen Montag doch noch nicht eingestellt wird. Zudem beschloss der Insolvenzverwalter, das Heimspiel am Sonntag gegen Tabellenführer FC Energie Cottbus wie geplant stattfinden zu lassen.

Für die Spieler dürfte diese Nachricht überraschend kommen. Viele von ihnen hatten am Freitag bereits ihre Spinde auf dem Trainingsgelände ausgeräumt, sich in alle Winde verstreut und über das Wochenende bei anderen Vereinen vorgefühlt, inwieweit Transfers realistisch sind. Auch bei Trainer Robin Krüger hielt sich die Zuversicht am Freitagabend in engen Grenzen: "Wir sind uns darüber im Klaren, dass die Chancen verschwindend gering sind."

Dass RWE im laufenden Insolvenzverfahren überhaupt so stark in die Bredouille geraten würde, kam für viele Außenstehende überraschend. Nachdem Reinhardt in den zurückliegenden Monaten die letztlich gescheiterte Ausgliederung der Profi-Abteilung in eine GmbH angekündigt hatte, sah es so aus, als ob die Erfurter auf dem Weg der Besserung wären. Doch dann spitzte sich die Lage zu, die Hiobsbotschaften trudelten quasi im Stundentakt ein.

Nun stellt sich die Frage, inwieweit Krüger gegen Cottbus überhaupt noch eine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung steht und ob die Spieler angesichts des ständigen Hin und Her bereits sind, sich auf eine weitere Verschiebung der Zukunftsentscheidung einzulassen. Wie auch immer: Es bleibt spannend im Krimi um den FC Rot-Weiß. ulk

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27. 01. 2020
23:10 Uhr

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27. 01. 2020
23:10 Uhr



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