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Endlich der erste Punkt für den VfB Suhl

Der VfB Suhl spielt zwar nicht sein bestes Volleyball, kämpft sich gegen den VC Wiesbaden aber nervenstark in die Partie zurück. Und unterliegt erst im Tiebreak.



Mutiger Angriff: Suhls Mittelblockerin Karis Watson (rechts), hier gegen Wiesbadens Shannon Dugan.	Foto: frankphoto.de
Mutiger Angriff: Suhls Mittelblockerin Karis Watson (rechts), hier gegen Wiesbadens Shannon Dugan. Foto: frankphoto.de  

Suhl - 19:25, 25:22, 18:25, 25:22, 10:15; die Stationen eines Volleyballspiels, das dem Tabellenletzten VfB Suhl wenigstens den ersten Punkt der Bundesliga-Saison beschert.

"Zur Not muss auch mal ein dreckiger Sieg her", hatte Stefan Mau, Geschäftsführer des VfB Suhl, vor dem Spiel gegenüber unserer Redaktion gesagt. Nach der Niederlagenserie des Volleyball-Bundesligisten dürfte auch den Zuschauern fast egal gewesen sein, wie ihre Mannschaft gewinnt, Hauptsache, sie tut es endlich. Noch kein einziger Punkt aus fünf bisher absolvierten Ligaspielen; der VfB "grüßt" als einzige Mannschaft der Liga mit dieser miserablen Bilanz. Wenig Einsatz, wenig Spielfreude und noch weniger Kampfgeist: Das sind die Erklärungen, mit denen die Misserfolge Woche für Woche zustande kamen. Das gewonnene Pokal-Achtelfinale bei Zweitligist Oythe kann in diesem Zusammenhang nicht als Maßstab herangeführt werden.

Es konnte also nur besser werden. Als ersten Schritt auf dem Weg in die richtige Richtung sollte das Heimspiel am Mittwochabend gegen den VC Wiesbaden, in der Tabelle nur einen Rang besser platziert, herhalten.

Danach sah es im ersten Satz zunächst überhaupt nicht aus, als der VfB seine Nervosität partout nicht ablegen konnte und es auf dem Feld mitunter wie ein heilloses Durcheinander aussah. Erst im zweiten Durchgang schien sich die Mannschaft von Trainer Mateusz Zarczynski gefangen zu haben, sie schien nun mehr Mut in ihre Aktionen zu legen. Und das trotz der Tatsache, dass die momentane Stammzuspielerin Katerina Valkova nach einem Zusammenprall verletzt vom Feld musste und das weitere Geschehen nur vom Rand aus, mit einem Kühlpad auf dem Knie, verfolgen konnte.

Für die vier Suhler Satzbälle hatten in erster Linie die beiden Außenangreiferinnen Claudia Steger und Hester Jasper gesorgt, die sich nun ein Herz fassten und sich auch vom stellungssicheren gegnerischen Block nicht entmutigen ließen; klappte es zweimal nicht, saß eben der dritte Versuch.

Genau solche Aktionen wollten die Fans sehen. Das Suhler Publikum erwies sich jedoch als eine Art Schönwetter-Publikum, das nur Alarm machen kann, wenn das eigene Team in Führung liegt. Ein paar einzelne "VfB, VfB"-Rufe und der verschämte Versuch einer La Ola waren das einzige, das die Halle in schwierigen Phasen des Spiels zu bieten hatte.

Der Kampf mit sich selbst

Dabei hätten die Suhler Spielerinnen doch gerade jetzt jede erdenkliche Unterstützung nötig, denn - das Spiel war ein neuerlicher Beweis dafür - alleine kommen sie aus dem gegenwärtigen sportlichen Tal nicht heraus. Die Fans des VC Wiesbaden, diese an diesem Abend kleine Gruppe, deren Mannschaft zuvor ebenfalls noch kein Spiel gewonnen hatte, waren in der Suhler Wolfsgrube das gesamte Spiel über zu hören -
egal, ob ihr Team gerade in Führung lag oder auch nicht.

Die Suhler Spielerinnen kämpften weiter mit sich selbst, suchten verzweifelt nach ihrem Rhythmus, allein, sie fanden ihn nicht. Da auch der Gegner nicht gerade in Höchstform war, erinnerte der Volleyball an diesem Abend nur phasenweise an Bundesliga-Volleyball. Leider aus Suhler Sicht. Auch mit Diagonalangreiferin Tereza Patockova, die nun für Victoria Foucher auf das Feld gekommen war, sollte es im vierten Satz zunächst nicht besser laufen für die Gastgeberinnen, die schnell mit 2:6, später mit 5:10 zurücklagen.

Aber anders als in den bisherigen, meistens -Auswärtsspielen gab sich das VfB-Team nicht auf, kam, angeführt von Patockova, Punkt um Punkt heran. Und hatte spätestens bei der Suhler 19:15-Führung auch die Halle wieder hinter sich. Allerdings ohne die Rechnung mit den Wiesbadenerinnen gemacht zu haben, die sich nicht geschlagen geben wollten, bis auf 22:20 herankamen.

Aber auch der VfB hatte seinen Kampfgeist längst wiederentdeckt, so dass die letzten Ballwechsel dieses vierten Satzes zu einem echten Krimi wurden. An dessen Ende der VfB Suhl jubelte und sich dafür auch bei seiner Tatortreinigerin, Libera Sophie Tauchert, bedanken konnte.

Egal, wie der folgende Tiebreak auch ausgehen würde, der erste, der so herbeigeflehte Punkt, war den Suhlerinnen bereits sicher. Wenn auch das Spiel noch viele Baustellen offenbarte, so war doch wenigstens das ein zählbarer Erfolg.

Ein Erfolg, der sich in den folgenden Ballwechseln nicht in einen vollendeten verwandelte, sprich der nicht zwei Punkte einbrachte. Kein dreckiger Sieg also, aber ein Spiel, das immerhin den berühmten Funken Hoffnung versprüht3.

Suhl: Startformation: Jasper, Watson, Steger, Jacobson, Foucher, Valkova; Tauchert (Libera); eingewechselt: Patockova, Siebring, Bruns, Ciganikova - Zuschauer: 627

Autor

Claudia Fehse
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
13. 11. 2019
21:54 Uhr

Aktualisiert am:
13. 11. 2019
22:54 Uhr

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Autor

Claudia Fehse

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Veröffentlicht am:
13. 11. 2019
21:54 Uhr

Aktualisiert am:
13. 11. 2019
22:54 Uhr



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