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Zeit, die Serie zu brechen

Vier Jahre ist es her, dass Eintracht Hildburghausen gegen den 1. Suhler SV ein Sieg gelungen ist. Am Samstag gibt es das nächste Wiedersehen.



Interview: Mario Lochmann und Bernd Eckert , Trainer Eintracht Hildburghausen und 1. Suhler SV
Interview: Mario Lochmann und Bernd Eckert , Trainer Eintracht Hildburghausen und 1. Suhler SV  

Muss man vor diesem Fußball-Landesklasse-Duell Angst und Bange haben? Am Samstag um 14 Uhr empfängt die schlechteste Heimmannschaft der Liga das schlechteste Auswärts-Team dieser Saison: Der 1. Suhler SV erwartet Eintracht Hildburghausen. Freies Wort hat vorab mit den beiden Trainern gesprochen, mit Bernd Eckert und Mario Lochmann.

Wer stopft die Abwehr?

Ein Überraschungs-Ei dürfte am Samstag die Suhler Abwehrkette werden: Steffen Kolk sprang vor einer Woche bei Fahner Höhe II wieder in der Defensive ein, weil Kapitän Paul Eckstein Fieber hatte. Im Spiel verletzte sich Kolk dann selbst schwer an der Schulter und fällt nun lange aus. Ob Paul Eckstein gegen Hildburghausen wieder fit sein wird, ließ Bernd Eckert offen. Auch ob Bruder Philipp nach einer muskulären Verletzung zurückkehren kann. Aber es kommt noch schlimmer für den SSV: Mit Robert Zager muss ein weiterer Innenverteidiger am Wochenende passen - aus familiären Gründen.

 

 

 

Herr Eckert, Herr Lochmann, die Statistik macht für Samstag nicht viel Hoffnung. Schlechtestes Heim-Team gegen Auswärts-Angsthasen. Klingt nach einem grauenhaften Unentschieden.

Eckert: (lacht) Gute Konstellation, nicht? Ich glaube nicht, dass es ein Unentschieden wird. Einer von beiden wird die Serie brechen! Das habe ich so im Gefühl. Ich glaube, beide Mannschaften wollen auf Sieg spielen. Zur Statistik muss man aber auch sagen: Hildburghausen hat erst drei Auswärtsspiele gehabt. Drei Auswärtsspiele kann man, glaube ich, auch mal verlieren. Das ist nicht so dramatisch.

Lochmann: Mir gefällt das mit dem auswärtsschwächsten Team nicht so sehr. Und mit einem Blick auf die Tabelle muss man dies auch relativieren. Wir hatten in dieser Saison bei bisher zwölf Ligaspielen erst drei Auswärtsspiele. Und dies bei Teams, die alle drei vor uns stehen in der Tabelle: Gotha, Ohratal und Borsch. Keine leichten Aufgaben. Wir hatten noch keine Gastspiele, wo wir als Favorit angetreten sind. Im Moment ist es lediglich eine Bestandsaufnahme und die ist für beide Mannschaften nicht ausschlaggebend. Und: Wir wollen unsere Bilanz gegen Suhl verbessern. Der letzte und bisher einzige Sieg war am letzten Spieltag der Saison 2014/15. Das ist schon ein wenig her.

 

Herr Eckert, in der vorigen Spielzeit sah die Statistik noch ganz anders aus: In der letzten Kreisoberliga-Saison schaffte es der SSV als einziges Team der Liga, zu Hause ungeschlagen zu bleiben. Lag das damals nur an den im Vergleich zu heute schwächeren Gegnern?

Eckert: In der Landesklasse ist es eine ganz andere Gegnerschaft, die auf uns zukam. Und deshalb ist unsere Heimspielbilanz so wie sie ist: Sehr, sehr schlecht. Ich wusste, dass das verdammt schwer wird. Deshalb bin ich auch nicht enttäuscht: Es ist okay so, wie es im Moment ist. Es entspricht dem Leistungsstand, den die Jungs aktuell haben.

 

Herr Eckert, warum klappt es dann auswärts besser? Auf fremden Plätzen hat Suhl vier Siege in sechs Spielen geholt.

Eckert: Vielleicht spielen wir da ein kleines Bisschen befreiter auf. Vielleicht setzen sich die Jungs zu Hause zu sehr unter Druck. Aber ich setze sie nicht unter Druck. Auf der anderen Seite haben wir zu Hause auch gegen Gotha, Ohratal, Schweina, Borsch und Herpf gespielt! Alles Mannschaften, die richtig, richtig gut sind. Im Moment sind wir noch nicht so weit, um da mithalten zu können. Da wollen wir aber hinkommen.

 

Herr Lochmann, wo liegen die Stärken und Schwächen von Suhl?

Lochmann: Aktuell haben sie eine sehr junge Mannschaft und sind auch spielstark. Damals in der Abstiegssaison waren sie auch sehr zweikampfstark. Aber sie hatten auch ein paar Probleme mit der Disziplin und dadurch auch die ein oder andere Spielsperre. Das letzte Spiel in Suhl verlief sehr unfair. Mittlerweile haben sie ja eine andere sportliche Leitung. Und Bernd Eckert hat dies bestimmt besser im Griff.

 

Herr Eckert, Sie waren vor einigen Wochen als Beobachter beim Spiel Hildburghausen gegen Gospenroda. Die Eintracht gewann 4:0. Eigentlich waren Sie dort, um Gospenroda zu beobachten. Aber was hat Ihnen diese Partie über das Spiel der Hildburghäuser verraten?

Eckert: Eigentlich nicht viel. Ich habe schon oft gegen Hildburghausen gespielt. Ich weiß, wie die Jungs spielen; dass sie einen richtig guten Fußball können. Sie sind seit vielen Jahren zusammen, sind sehr kombinationssicher und versuchen immer, Fußball zu spielen. Und sie haben mit Mario Lochmann einen Klasse-Trainer. Ich erwarte am Samstag eine bärenstarke Hildburghäuser Mannschaft. Große Schwächen haben sie nicht. Sie können jeden schlagen in der Liga. Wir hoffen mal, dass sie am Samstag vielleicht mal einen nicht ganz so guten Tag erwischen.

 

Zu Beginn der Woche hieß es noch, das Spiel findet im Haseltal statt. Nun kam doch die Freigabe fürs Auestadion. Angenommen das Wetter verschlechtert sich: Was würde eine Verlegung auf den Kunstrasen für das Duell bedeuten? Hildburghausen spielt zu Hause ja immer auf Kunstrasen.

Eckert: Kunstrasen oder nicht würde uns nicht so interessieren, weil die Jungs den Kunstrasen im Haseltal gewöhnt sind. Das wäre kein entscheidender Nachteil. Zumal der Hildburghäuser Kunstrasen auch ein ganz anderer Belag ist. Da springt der Ball nochmal ganz anders als bei uns.

Lochmann: Dass das Spiel nun doch im Auestadion stattfindet, ist schade, denn in unsere Trainingseinheit am Dienstag sind viele Elemente und Übungen mit Blickrichtung kleiner und enger Kunstrasenplatz in Suhl eingeflossen. Aber wir werden auch auf dem Rasen gut vorbereitet auftreten. Interview: Ulrich Hofmann

und Karsten Tischer

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Veröffentlicht am:
07. 11. 2019
20:42 Uhr

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Veröffentlicht am:
07. 11. 2019
20:42 Uhr



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