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Wildschweinschäden - Stadt übernimmt die Kosten

Für den von Wildschweinen heimgesuchten Platz in Waldau gibt es nun offiziell eine Lösung. In Hinternah ist man zumindest kurzfristig gesehen nicht auf Hilfe aus.



Auch beim SV Nahetal Hinternah haben sie gewütet: Die Gäste aus dem Wald. Inzwischen hat es sich jedoch ein Bewohner aus dem Untergrund auf dem Sportplatz in Hinternah bequem gemacht.	Fotos: Carsten Jentzsch
Auch beim SV Nahetal Hinternah haben sie gewütet: Die Gäste aus dem Wald. Inzwischen hat es sich jedoch ein Bewohner aus dem Untergrund auf dem Sportplatz in Hinternah bequem gemacht. Fotos: Carsten Jentzsch  

Waldau/Hinternah - Im Oktober hatten Wildschweine den Rasenplatz des SV Grün-Weiß Waldau auf einer Fläche von 60 Mal 30 Metern - 30 Mal 30 Meter unmittelbares Spielfeld - umgegraben. Wenige Tage vor Weihnachten sind die Stadt Schleusingen als Eigentümer der Fläche und der SV Grün-Weiß Waldau zu einer Lösung gekommen. Die betroffene Fläche wird nach dem Winter nochmals mit Sand aufgefüllt, begradigt und schließlich wird neuer Rasen gesät. Die Stadt übernimmt die Kosten in Höhe von zirka 6 500 Euro.

Der Verein hatte von der Firma Eurogreen, die sich um die Pflege von Fußballplätzen kümmert, ein Angebot eingeholt. Dieses Angebot ist vor Kurzem auch der Stadt Schleusingen in die Hände gekommen. "Dabei handelt es sich immer noch um die kostengünstigste Variante", so Bürgermeister André Henneberg. Man werde die Kosten übernehmen, so Henneberg weiter.

Tatsächlich ist die Stadt Schleusingen auch in der Verantwortung, irgendetwas gegen die aufgekommenen Wildschweinschäden zu unternehmen. Da sich der Fußballplatz in einem befriedeten Gebiet befindet, besteht kein Jagdrecht. Dann gibt es keinen Zuständigen und niemanden, der dafür haftbar gemacht werden kann. Der Eigentümer - in diesem Fall die Stadt - ist also gefragt.

Wann die Schäden letztlich beseitigt werden können, wissen jedoch weder die Verantwortlichen von Grün-Weiß Waldau, noch Henneberg. "Wir müssen sehen, wann die Frostperiode vorbei ist. Vorher lohnt sich das Ganze natürlich nicht", so der Bürgermeister. Zum Rückrundenstart im März werden die Waldauer mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit also weiterhin auf den Kunstrasenplatz in Schleusingen ausweichen müssen.

Ein weiterer Platz, den es vor Kurzem erwischt hat, ist der des SV Nahetal Hinternah. Wie in Waldau so legten auch hier die Sportfreunde selbst Hand an. Zumindest auf einem der zwei Rasenplätze An der Nahe. In einem ersten Arbeitsschritt wurden die gröbsten Schäden beseitigt. "Ich bin recht zufrieden mit dem, was wir bislang geleistet haben. Der Verein als auch alle anderen Vereine der Gemeinde wie die Feuerwehr haben ins Rad gegriffen", so Vereinsvorsitzender Werner Förster. Wie in Waldau so hat es der Platz in Hinternah erstmals mit Wildschweinschäden zu tun. Weitere Hilfe für die Schäden wolle man jedoch nicht in Anspruch nehmen. Man sei kein Verein, der sich sofort in die Rolle des Bittstellers begibt. Zudem ist Förster zuversichtlich, dass sich der Platz schnell wieder erholen wird. "Wir müssen dann im Frühjahr sehen, inwiefern wir das Ganze noch mal mit Sand oder Muttererde auffüllen", sagt er.

Um zukünftigen Wildschweinattacken vorzubeugen, würde man allerdings gern einen Zaun errichten lassen. Das ginge dann wohl aber nicht ganz ohne finanzielle Unterstützung. Das weiß auch Förster. Mit dem zuständigen Bauamtsleiter sei man bereits in Kontakt getreten. Henneberg zufolge tätigt die Stadt derzeit verschiedene Preisabfragen.

Inwiefern eine Umzäunung, die im fünfstelligen Bereich liegen dürfte, in naher Zukunft realisierbar ist, ist allerdings eine andere Frage.

So müssen die Sportfreunde in Hinternah als auch in Waldau vorerst weiterhin - wohl oder übel - mit dem Risiko leben, dass Wildschweinschäden jederzeit passieren können.

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Carsten Jentzsch
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Veröffentlicht am:
06. 12. 2019
21:14 Uhr

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Autor

Carsten Jentzsch

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Veröffentlicht am:
06. 12. 2019
21:14 Uhr



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