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Thüringen

Verkauf von Immobilie an Rechtsextremen vorerst gestoppt

Sonneberg/Kloster Veßra - Der Kauf eines Grundstücks durch den Rechtsextremen Tommy Frenck in Kloster Veßra im Rahmen einer Zwangsversteigerung ist zumindest vorerst geplatzt.



Sonneberg/Kloster Veßra - Der Kauf eines Grundstücks durch den Rechtsextremen Tommy Frenck in Kloster Veßra im Rahmen einer Zwangsversteigerung ist zumindest vorerst geplatzt. Das Amtsgericht Sonneberg habe einer Beschwerde der Deutschen Bahn gegen die Erteilung des Zuschlags an Frenck stattgegeben, sagte die Direktorin des Gerichts, Grit Stolze, am Freitag unserer Zeitung. Diese Entscheidung werde zwar sofort wirksam, sodass Frenck sich derzeit nicht als der Eigentümer der Fläche und der darauf befindlichen Villa fühlen darf. Sie sei aber noch nicht rechtskräftig. Die am Verfahren Beteiligten hätten zwei Wochen Zeit, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen.

Frenck hatte das etwa 3000 Quadratmeter große Grundstück samt einer alten Villa vor wenigen Wochen bei einer Zwangsversteigerung am Amtsgericht Sonneberg erworben. Es liegt in unmittelbarer Nähe zu dem Gasthof, den er in dem Ort im Landkreis Hildburghausen betreibt. Kurz darauf deutete er an, dass er die Immobilie in Zukunft auch für Rechtsrock-Veranstaltungen nutzen wolle.

Die Bahn hatte Rechtsmittel gegen die Zwangsversteigerung der Immobilie eingelegt. Das Unternehmen besitzt ein Grundstück, das an die Immobilie angrenzt, gilt damit als verfahrensbeteiligt und hatte darauf hingewiesen, dass aus seiner Sicht für diese Zwangsversteigerung die Bekanntmachungsfrist nicht eingehalten worden sei. Deshalb hätte der Zwangsversteigerungstermin nicht angesetzt werden dürfen, so die Bahn. Das Amtsgericht folgte dieser Darstellung nun offenbar.

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) reagierte zufrieden auf die Entscheidung des Gerichts. "Ich bin erleichtert und hoffe, dass sich für das Gebäude nun eine andere Nutzung finden lässt", sagte er unserer Zeitung.

Wie es mit dem Verkauf der Immobilie weitergeht, ist nach Angaben von Stolze unterdessen noch völlig unklar. Viel hänge nun davon ab, ob gegen den Beschluss des Amtsgerichts Sonneberg Rechtsmittel eingelegt würden, sagte sie. So oder so seien mehrere Szenarien denkbar, wie das Grundstück und die darauf befindliche Villa verkauft werden könnten. Eine erneute Zwangsversteigerung sei ebenso möglich wie ein freihändiger Verkauf. sh

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Redaktion
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Veröffentlicht am:
19. 01. 2019
00:00 Uhr

Aktualisiert am:
19. 01. 2019
08:01 Uhr

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19. 01. 2019
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19. 01. 2019
08:01 Uhr



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