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Thüringen

Neue Corona-Verdachtsfälle in Thüringen

Im Ilm-Kreis gibt es einen Corona-Verdachtsfall. Einrichtungen bleiben geschlossen, ein Flohmarkt ist abgesagt. Das Ergebnisse wird am Wochenende erwartet. Ein Verdacht aus dem Weimarer Land hat sich Freitag indes nicht bestätigt.



Die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus steigt in Deutschland weiter, auch in Thüringen gab es neue Verdachtsfälle. Der Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus hat sich bei einem Grundschüler im Weimarer Land nicht bestätigt. Testergebnisse auf das Virus Sars-CoV-2 seien negativ ausgefallen, teilte eine Sprecherin des Landratsamts am Freitag auf Anfrage mit.

Der acht Jahre alte Junge war im Urlaub auf Teneriffa gewesen, wie das zuständige Schulamt zuvor mitgeteilt hatte. Auf der Kanareninsel wurden Infektionsfälle nachgewiesen. Nachdem der Verdachtsfall am Donnerstag bekannt geworden war, wurde der Junge, der die Grundschule Oßmannstedt/Kromsdorf besucht, vom Unterricht freigestellt.

Die Schule und die Turnhalle wurden vorsichtshalber desinfiziert, der Schulbetrieb war aber weiter gelaufen. Eltern war es freigestellt, ob sie ihre Kinder zum Unterricht schickten.

Noch offen ist allerdings das Ergebnis eines Tests bei einem 15-Jährigen aus dem Ilm-Kreis: Eine Sprecherin berichtet, dass der Junge aus dem Amt Wachsenburg am Donnerstag mit dem Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung in den Ilm-Kreis-Kliniken aufgenommen worden sei. Er werde zurzeit isoliert behandelt und zeige Symptome eines grippalen Infektes. Den Umständen entsprechend gehe es ihm gut. "Das Gesundheitsamt hat Kontakt aufgenommen zu den Kontaktpersonen. Der Junge befand sich vor zwei Wochen im Skilager in der Lombardei. Seit Donnerstagabend ist die Region seines Aufenthaltes laut Robert-Koch-Institut ein Risikogebiet, weshalb er als Verdachtsfall behandelt wird", so Sprecherin Doreen Huth.

Es sei ein entsprechender Abstrich gemacht und ins Labor der Charité Berlin geschickt worden. Mit einem Ergebnis werde am Wochenende gerechnet. Vorsorglich seien die Hey-Regel- und die Grundschule, die sich in einem gemeinsamen Gebäudekomplex in Ichtershausen befinden, durch das Landratsamt am Freitagmorgen geschlossen worden. Der Unterricht und Schulbetrieb fallen aus, bis ein Befund vorliegt.

Eine Schulgruppe der Hey-Schule, die sich mit dem Zug auf einer Reise Richtung Russland befinde, hole man zurück. Die Reise sei in Abstimmung mit dem Schulamt abgebrochen worden. Der Rücktransport der Kinder werde vom Landratsamt organisiert. In Absprache mit den involvierten Behörden bestehe laut Landratsamt des Ilm-Kreises derzeit keine Veranlassung, weitere öffentliche Einrichtungen zu schließen.

Hotline und Verhaltenshinweise

In der Leitstelle des Ilm-Kreises ist eine Hotline eingerichtet worden, über die Bürgerinnen und Bürger Fragen zu dem Thema beantwortet bekommen. Sie ist erreichbar unter 03628/738 888. Des Weiteren würden zurzeit weitere Kontaktmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger eingerichtet.

Prinzipiell sollte bei Vedacht auf eine Infektion keine Arztpraxis oder Notaufnahme aufgesucht werden, so die Experten. Im Zweifel würden dadurch andere angesteckt. Thüringer sollten sich statt dessen über den Arztruf der Kassenärztlichen Vereinigung unter 116 117 melden oder den Hausarzt anrufen. Das Landesamt für Verbraucherschutz ist unter 0361/573815 099 zu erreichen.

Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Mundschutz steigt

Die Sorge vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus hat die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Mundschutz auch in Apotheken in Thüringen stark ansteigen lassen. «Mundschutz ist aber nicht mehr vorrätig und auch nicht lieferbar», sagte der Vorsitzende des Landesapothekerverbandes, Stefan Fink, am Freitag auf Anfrage. Auch Desinfektionsmittel zum Auftragen auf die Haut seien so gut wie ausverkauft. Der Großhandel könne kaum noch nachliefern. Verfügbar seien noch Mittel zum Desinfizieren von Flächen. Die Engpässe beträfen sowohl Verbraucher als auch Arztpraxen, die von Apotheken beliefert würden. «Die Praxen haben sich oft aber schon selbst eingedeckt», sagte Fink.

Nach Angaben der Bundesapothekerkammer schützt ein Mundschutz ohnehin nicht zuverlässig vor einer Ansteckung. Das Robert Koch-Institut empfiehlt gute Händehygiene und Abstand zu Erkrankten. Beim Husten und Niesen sollte man Abstand zu anderen halten und sich wegdrehen, ein Taschentuch benutzen oder die Armbeuge vor Mund und Nase halten. Darauf hat auch die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen verwiesen. jbr/dpa

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Veröffentlicht am:
28. 02. 2020
07:17 Uhr

Aktualisiert am:
28. 02. 2020
13:57 Uhr

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Veröffentlicht am:
28. 02. 2020
07:17 Uhr

Aktualisiert am:
28. 02. 2020
13:57 Uhr



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