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Thüringen

Mutmaßlicher Reichsbürger wollte Batterie bauen - Kein Sprengstoff

Als Polizisten Haftbefehle gegen einen Mann in Schlothheim (Unstrut-Hainich-Kreis) vollstrecken wollten, fanden sie ein verdächtiges Objekt. Erst die Experten vom Landeskriminalamt konnten später Entwarnung geben: kein Sprengstoff. Ermittlungen gibt es trotzdem - wegen eines anderen Fundes.



Polizeieinsatz Schlotheim
Ein rot-weisses Absperrband mit der Aufschrift "Polizeiabsperrung" haben Polizisten vor den Zugängen zu Wohnhäusern in Schlotheim gezogen. Beamte des Landeskriminalamt hatten einen verdächtigen Gegenstand untersucht, bei dem vermutet wurde, es könnte sich um ein Sprengmittel handeln. Ein Mehrfamilienhaus wurde deshalb geräumt.   Foto: Kathleen Sturm/dpa » zu den Bildern

Schlotheim - Wegen einer Art selbstgebauter Batterie eines mutmaßlichen «Reichsbürgers» hat die Polizei 30 Bewohner eines Mehrfamilienhauses vorübergehend in Sicherheit gebracht. Die Beamten hatten das zunächst gefährlich erscheinende Objekt am Donnerstag in der Wohnung eines 32-Jährigen in Schlotheim gefunden. Sie wollten nicht ausschließen, dass es sich um Sprengstoff handelte.

Experten des Landeskriminalamts untersuchten das Objekt und gaben wenig später Entwarnung. Offenbar habe sich der Mann eine Batterie bauen wollen, sagte eine Polizeisprecherin. Die Hausbewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.

Es gebe Anhaltspunkte, dass sich der 32-Jährige der Reichsbürger-Szene zugehörig fühle. Reichsbürger behaupten, das Deutsche Reich würde weiter bestehen, und erkennen die Gesetze der Bundesrepublik nicht an. Teile der Szene werden vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft.

In Thüringen gab es im vergangenen Jahr rund 650 «Reichsbürger» oder «Selbstverwalter», wie aus dem Verfassungsschutzbericht hervorgeht. Bei etwa 50 von ihnen gab es aus Sicht der Verfassungsschützer Überschneidungen zum Rechtsextremismus.

Gegen den 32-Jährigen in Schlotheim lagen zwei Haftbefehle wegen Sachbeschädigung und wegen eines Bedrohungsdelikts vor. Als der Mann festgenommen werden sollte, fanden die Beamten das verdächtige Objekt sowie mehrere Patronen. Unter anderem wegen der Patronen laufen nach Angaben der Polizei Ermittlungen gegen den Mann.

Wozu der Mann die selbstgebaute Batterie verwenden wollte, blieb zunächst unklar. Offen blieb auch, ob die Konstruktion funktionsfähig war. maz/dpa

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Veröffentlicht am:
11. 10. 2018
09:53 Uhr

Aktualisiert am:
11. 10. 2018
13:40 Uhr

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11. 10. 2018
09:53 Uhr

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11. 10. 2018
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