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Thüringen

Futter und Finanzen - Spenden bringen Tierparks durch Corona-Krise

Gerade Tierparks ohne kommunale Träger, die viel auf ehrenamtliches Engagement setzen, haben in der Corona-Krise mit fehlenden Besuchern zu kämpfen. Neuzugänge wird es - so wie etwa im Bärenpark Worbis - vorerst nicht geben.



Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bekommen auch Tierparks in Thüringen in wachsendem Maße zu spüren. So könnte es für den Alternativen Bärenpark in Worbis in absehbarer Zeit eng werden, auch wenn die Versorgung der Tiere gegenwärtig noch gewährleistet ist, wie der ehrenamtliche Geschäftsführer der Stiftung für Bären, Rüdiger Schmiedel, am Mittwoch sagte.

«Im Moment ist zwar alles noch einigermaßen gut, aber wenn es noch drei Monate so weiter geht, bekommen wir ernsthafte Schwierigkeiten.» Ein Teil der Mitarbeiter sei bereits in Kurzarbeit. «Durch die Schließung fehlen uns Besucher, die Eintrittsgelder aber finanzieren unser Personal. Ansonsten lebt der Park von Spenden», erklärte Schmiedel. Für die neun Bären, vier Wölfe und anderen Tiere in dem von der Stiftung getragenen Park gebe es aktuell aber viele Futterspenden.

Schmiedel hegt die Hoffnung, den Park bald wieder für Besucher öffnen zu können. «Mit entsprechenden Maßnahmen natürlich», betonte er. Im Park könnten Abstandsregelungen zwischen Besuchern einfacher eingehalten werden, als etwa in Einrichtungen in geschlossenen Gebäuden. Die Stiftung für Bären unterhält zwei Bärenparks, den Alternativen Bärenpark Worbis in Thüringen, den es seit 1996 gibt, und seit 2010 den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald.

Die Corona-Pandemie macht zudem Schmiedel zufolge einen Strich durch Pläne zu Aktionen, mit denen die Stiftung regelmäßig Bären aus schlechter Haltung in die Parks holt, um sie dort artgerechter in Freigehegen zu halten. «Zwei Rettungsmaßnahmen liegen momentan auf Eis, auch weil es dabei um internationale Beteiligung geht», sagte Schmiedel.

Auch bei dem von einem Förderverein getragenen Tierpark Bad Liebenstein, der sich ebenfalls über Eintrittsgelder und Spenden, finanziert, brach mit der coronabedingten Schließung eine wichtige Einnahmequelle weg. Zuletzt teilte die Einrichtung aber mit, dass die Spendenbereitschaft so groß gewesen sei, dass der finanzielle Verlust bislang nicht ganz so hoch ausfalle wie befürchtet.

«Wir konnten kaum die Flut an Futtermitteln bewältigen und unsere Bitte nach finanzieller Unterstützung des Tierparkes wurde erhört», hieß es auf der Website des Parks. Allerdings sei noch nicht abzusehen, wie lange die Zwangsschließung noch Bestand habe. dpa

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Veröffentlicht am:
15. 04. 2020
12:55 Uhr

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15. 04. 2020
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