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Thüringen

Freibäder: In den Startlöchern für eine ungewisse Saison

Ein warmer Sommer und kein Abkühlen im Freibad möglich - für Badelustige und Badbetreiber ist es das Worst-Case-Szenario. In Pandemie-Zeiten ist unklar, ob es so kommt - oder doch nicht.



Die Außenanlagen sind gepflegt, letzte Reparaturen im Gange. Doch wenige Tage vor dem Saisonstart herrscht in den mehr als 50 Freibädern in Thüringer wegen der Coronavirus-Pandemie eine große Verunsicherung. Die Landesverordnung zum Schutz vor einer Weiterverbreitung des Virus untersagt auch Schwimm-, Freizeit- und Erlebnisbädern die Öffnung. Wie es weitergeht, ist ungewiss. «Derzeit können wir beim Thema Freibad keine Lockerungen in Aussicht stellen», sagte Frank Schenker, Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums.

Das sei theoretisch erst nach der nächsten Abstimmungsrunde zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Donnerstag möglich.

Die Verordnung gilt bis zum 6. Mai. Üblicherweise beginnt die Freibadsaison in Thüringen am 15. Mai, in einigen Kommunen können die Badelustigen auch schon früher ins Wasser springen. Voraussetzung für eine eventuelle Öffnung von Bädern wäre laut Ministerium unter anderem eine sinkende Zahl bei den Neuinfektionen.

Freibäder beispielsweise in Gera, Erfurt und Nordhausen warten dringend auf grünes Licht aus der Politik. Sie könnten im Mai öffnen. In den beiden Suhler Freibädern hingegen beginnt die Saison schon immer erst im Juni. In Heiligenstadt und Mühlhausen sind neue Freibäder entstanden. Der Einweihungstermin in Heiligenstadt am 17. Mai musste bereits abgesagt werden. In Mühlhausen hofft man, dass eine feierliche Eröffnung und Nutzung noch im Juni möglich wird.

In Gotha spielt das Thema Saisoneröffnung keine Rolle - im Freibad wird in diesem Jahr gebaut. In Gera ist das Naturbad Kaimberg so wie jedes Jahr vorbereitet und kann bei Erlaubnis recht schnell in Betrieb gehen. In Nordhausen sind die Vorbereitungen so weit, dass es kurzfristig losgehen könnte.

Wie beim Badehaus in Nordhausen sind auch in Erfurt die Mitarbeiter der zu den Stadtwerken gehörenden SWE Bäder GmbH auf Kurzarbeit, informierte der städtisch Referatsleiter Steffen Linnert. Ein Sommer ohne Freibäder wäre «kein günstiger Weg», sagt Linnert. Die Menschen würden auf sonstige Badestellen ausweichen, was Sicherheitsrisiken mit sich bringe. Natürlich habe eine deutlich verkürzte oder ausgefallene Saison auch spürbare finanzielle Auswirkungen.

Auch die Ausstattung mit Rettungsschwimmern sei ein Problem, sagte Jens Eisenschmidt von der Badehaus GmbH Nordhausen. «Die personelle Absicherung der Aufgaben wird nicht einfacher, da wir auf Grund der Schließung des Badehauses seit dem 15. März keine Rettungsschwimmer ausbilden konnten.» Die finanziellen Probleme würden überschaubar sein, so Eisenschmidt. Die Nordhäuser Freibäder seien in der Vergangenheit mit einem Zuschuss zwischen 30 000 und 100 000 Euro pro Saison betrieben worden.

«Wichtig ist, dass die gesamte Gesellschaft die derzeitige Lage meistert und dabei tragen die Freibadeinrichtungen nur einen kleinen sozialen Beitrag», betonte Eisenschmidt. dpa

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Veröffentlicht am:
28. 04. 2020
07:48 Uhr

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28. 04. 2020
07:48 Uhr



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