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Thüringen

Ausgebrochener Häftling ist weiter auf der Flucht

Der aus der JVA Suhl-Goldlauter geflohene 35 Jahre alte Häftling ist weiter auf der Flucht. Laut Polizei gab es zahlreiche Zeugenhinweise aus ganz Thüringen, sie führten jedoch noch nicht zum Erfolg.



Foto des entwischten Häftlings aus Goldlauter
Foto: Polizei   » zu den Bildern

Suhl/Erfurt - Die bundesweite Fahndung nach dem Flüchtigen blieb bislang erfolglos. Der 35-jährige Ausbrecher nutzte am Dienstagnachmittag vermutlich einen Warentransport aus den Werkstätten der JVA zur Flucht. Welches Unternehmen Empfänger der Lieferung war, wollte der Ministeriumssprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Der Flüchtige, der aus Osteuropa stammt, saß wegen des Verdachts auf Drogendelikte in Untersuchungshaft. Er war Ende Juni in die JVA Suhl-Goldlauter verlegt worden. Nach seiner Festnahme Anfang Juni war er zunächst in der JVA Gera untergebracht. Ob der bislang nicht vorbestrafte Mann bei seiner Flucht Helfer gehabt habe, werde noch ermittelt, so der Sprecher.  Eine Generalzählung noch am Dienstagabend in der JVA Suhl-Goldlauter ergab, dass kein weiterer Häftling fehlt.

Der Osteuropäer sei 1,72 Meter groß, habe dunkelblonde, kurze bis mittellange Haaren, grau-grüne Augen und mehrere Tätowierungen am rechten Unterarm. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens aus der JVA trug er einen dunkelblauen Pullover sowie eine dunkelblaue Hose.

Die Polizei hofft auf Zeugenhinweise, rät aber dringend davon ab, den Mann eigenmächtig festzuhalten. Hinweise zum Aufenthaltsort des Mannes nimmt die Suhler Kripo unter der Rufnummer 03681 32-1466 oder an jede andere Polizeidienststelle entgegen.
 
 In der JVA saßen laut Ministerium zum Stichtag 30. September 191 Häftlinge ein. red

 

 


In Thüringen gibt es aktuell fünf Justizvollzugsanstalten. Zudem steht in Arnstadt eine Jugendstrafanstalt. dpa/red
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Veröffentlicht am:
18. 10. 2017
10:54 Uhr

Aktualisiert am:
19. 10. 2017
09:24 Uhr

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18. 10. 2017
10:54 Uhr

Aktualisiert am:
19. 10. 2017
09:24 Uhr



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