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Suhl

Stammzellspende ist wohl einzige Chance für Lina Lotta

Landrätin Peggy Greiser bittet alle Einwohner im Landkreis um Unterstützung für die an Blutkrebs erkrankte Lina Lotta aus Kaltensundheim.



Mit etwas Glück darf Lina nach der ersten Chemotherapieserie zu Weihnachten nach Hause. Foto: privat
Mit etwas Glück darf Lina nach der ersten Chemotherapieserie zu Weihnachten nach Hause. Foto: privat  

Meiningen/Kaltensundheim - "Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist eine Stammzellspende ihre einzige Überlebenschance ", sagt Peggy Greiser im Vorfeld der Registrierungsaktion am kommenden Sonntag. Dann können sich Freiwillige als potenzielle Stammzellspender bei der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen. "Es geht mir unglaublich nahe, dass ein siebenjähriges Mädchen gegen diese bösartige Krankheit kämpfen muss - und das bereits zum zweiten Mal in ihrem jungen Leben", sagt Greiser. "Ich wünsche mir, dass sich möglichst viele Menschen an der Registrierung beteiligen. Jeder einzelne könnte der so dringend benötigte genetische Zwilling sein, jeder Einzelne ist ein potenzieller Lebensretter. Dafür drücke ich Lina und ihren Eltern ganz fest die Daumen", so Peggy Greiser. Linas Mutter Christin arbeitet im Landratsamt - auch hier wurde ein interner Aufruf gestartet. "Gerade jetzt in der Weihnachtszeit sind Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit gefragt", betont die Landrätin.

Bislang ist die weltweite Suche nach einem passenden Spender für Lina erfolglos geblieben. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann helfen und sich in die Datenbank des DKMS aufnehmen lassen.

2014, als Lina erstmalig an Leukämie erkrankte, war die Diagnose ein Zufallsbefund. Bei einer Fußverletzung, die sich Lina in der Kita zugezogen hat, wurde ein Blutbild gemacht - das Ergebnis und dessen Ausmaß war für die Familie kaum begreifbar, weil Lina zu diesem Zeitpunkt vollkommen gesund wirkte und keinerlei Symptome zeigte. Kurz nachdem Lina und ihre Eltern den ersten Schock überwunden hatten, kam die nächste schlechte Nachricht. Die Therapie zeigte nicht den gewünschten Erfolg, immer wieder gab es Komplikationen - ein langes Bangen und Hoffen begann. Nach vielen Krankenhausaufenthalten und Chemotherapien wurde Lina im Sommer 2016 entlassen und konnte endlich wieder Kind sein. Ein halbes Jahr später endete die Dauertherapie, und die Familie begann wieder vorsichtig, das langersehnte "normale" Leben zu genießen und zu leben.

Rückfall im November

Im August 2018 wurde Lina voller Vorfreude eingeschult. Sie ist eine sehr gute Schülerin, hat viele Freundinnen, das Lernen fällt ihr nicht schwer. Es ging ihr gut. Nur wenige Wochen nach Schulbeginn klagte sie aber über Rückenschmerzen. Da die regelmäßigen Blutkontrollen keine Auffälligkeiten zeigten, waren die Eltern vorerst beruhigt. Ende November folgte dann der Schock: "In der Wanne sahen wir an Linas Körper auffällig viele blaue Flecke. Am nächsten Morgen fuhren wir sofort ins Krankenhaus und erhielten leider das Ergebnis, das wir so fürchteten: Lina hatte einen Rückfall. Der Blutkrebs war zurückgekehrt", berichtet Mutter Christin.

Kochen, backen, toben mit den Freundinnen - an all das ist im Moment nicht zu denken. Jetzt muss Lina zum zweiten Mal den Blutkrebs bekämpfen.

 

Die Spendenaktion findet am 16. Dezember, 11 bis 16 Uhr, in der Wentorf GmbH, Im Lottengrund 3 in 98634 Kaltensundheim, statt.

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Veröffentlicht am:
13. 12. 2018
00:00 Uhr

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