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Suhl

Keine neue Spur von Fuchs - Tier womöglich verendet

Zum Fuchs in Schmiedefeld gab es am Montag noch keine neuen Erkenntnisse, so die Stadt Suhl auf Nachfrage. Seit vergangenem Montag scheint er wie vom Erdboden verschluckt. Womöglich könnte er verendet sein, heißt es vom Forst.



Schmiedefeld - Acht Tage ist es her, dass in Schmiedefeld ein Fuchs nahe des Sportplatzes für Aufruhr gesorgt hat. Am Montag dieser Woche gab es noch keine neuen Erkenntnisse zum Tier, das in der vergangenen Woche mindestens drei Menschen angegriffen hat. Neben einer Attacke auf Jörg Brömel vom WSV Schmiedefeld, der am Montag gerade die Schanze präpariert hatte, als der Fuchs auf ihn zukam und ihn beißen wollte, war es noch zu einem Angriff auf ein Kind nahe des Kurparks gekommen, das das Tier in die Schneehose gezwickt hatte.

Später hatte sich noch ein junger Mann aus Schmiedefeld bei der Redaktion gemeldet, der ebenfalls am Montag eine Begegnung mit dem angriffslustigen Fuchs hatte. Er war unweit vom Bahnhof auf das Tier getroffen, das den jungen Mann unvermittelt attackiert habe. "Ich habe mich mehrere Minuten lang mit einem Schneeschieber gewehrt, in den der Fuchs auch gebissen hat. Außerdem hat er mich in den Schuh gezwickt, kam aber glücklicherweise nicht bis zum Fuß durch", berichtet der Schmiedefelder gegenüber Freies Wort .

Seit diesem Tag scheint sich die Spur des Fuchses jedoch verloren zu haben. Nach jüngsten Informationen der Stadt Suhl hatte man eine Falle aufstellen lassen, um das Tier einzufangen. Wie der zuständige Jagdpächter am Montag auf Nachfrage mitteilte, sei die Falle bisher unberührt gewesen.

Und auch von der Sprecherin der Stadt Suhl, Ingrid Pabst, hieß es, dass man keine neuen Erkenntnisse habe. Da Spuren des Tieres nach Angaben der Stadt Suhl auch in den angrenzenden Eigenjagdbezirk des Forstes führen sollen, ist man auch beim Forstamt Oberhof informiert. "Unser zuständiger Revierförster vom Revier Vesser hat ein Auge darauf und die Anweisung, ihn sofort zu entnehmen, wenn er ihn bei uns im Eigenjagdbezirk zu Gesicht bekommt", sagt Udo Häger, stellvertretender Leiter des Forstamtes Oberhof. Das Tier wolle man - falls es geschnappt werden kann - dann zur Untersuchung an ein Veterinäramt übergeben, so Häger weiter.

Hagen Dargel, Leiter des Forstamtes Frauenwald, sagt auf Nachfrage, dass es durchaus sein könnte, dass das Tier bereits verendet sei. Dafür spräche beispielsweise, dass es seit einer Woche keine Spur mehr vom Fuchs gibt. "Wenn Füchse verenden, ziehen sie sich in einen Bau zurück ... und sind einfach verschwunden", so Dargel. Auch Udo Häger schließt diese Möglichkeit nicht aus. Ihm war beim Ansehen des Videos vom Fuchs zudem aufgefallen, dass das Tier im hinteren Bereich etwas "rupfig" ausgesehen habe. Das könnte laut Häger dafür sprechen, dass der Fuchs eine unschöne Begegnung mit einem Auto oder einem Hund gehabt habe, was auch eine Erklärung für das Verhalten des Tieres wäre.

In jedem Fall sind Bürger weiterhin angehalten, die Augen offenzuhalten und den Jagdpächter oder die Stadt Suhl zu informieren, wenn sie den Fuchs entdecken.

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Jennifer Brüsch

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Veröffentlicht am:
21. 01. 2019
16:58 Uhr

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21. 01. 2019
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