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Suhl

Hochsaison auf der Streuobstwiese

Die Streuobstwiese Herrengarten in Dietzhausen ist eines von drei Pilotprojekten für regionale Produkte und regionales Engagement.



Thomas Linde (links) und sein Mitarbeiter Christian Körmer entbuschen in Suhl Dietzhausen die Streuobstwiese. Foto: ari
Thomas Linde (links) und sein Mitarbeiter Christian Körmer entbuschen in Suhl Dietzhausen die Streuobstwiese. Foto: ari  

Dietzhausen - Für Thomas Linde aus Dietzhausen ist gerade Hochsaison. Jetzt im Herbst verarbeitet er nicht nur die Früchte seiner regionalen Kunden, gemeinsam mit seinem Team erntet er auch die Äpfel der Streuobstwiese Herrengarten und verarbeitet diese in der hauseigenen Mosterei zu leckeren Säften. Alles regional, alles aus Überzeugung.

2008 hat der Thüringer den Familienbetrieb, die Mosterei Linde, in Dietzhausen gegründet. Neben dem Mostereibetrieb gehört die historische Form des Obstbaus auf der Streuobstwiese Herrengarten zu seiner ganz persönlichen Leidenschaft.

Die Bewirtschaftung der vier Hektar großen Streuobstwiese mit ihren mehr als 280 hochstämmigen Obstgehölze, ist ein Beispiel für gelebte Regionalität und als eine von drei Pilotregionen eingebunden in ein deutschlandweites Projekt. Sie liegt im Umfeld des Unesco-Biosphärenreservats Thüringer Wald und ist Teil eines fünfjährigen Vorhabens zur Inwertsetzung von Naturschutzmaßnahmen in den Nationalen Naturlandschaften. Initiiert wurde das Projekt von Europarc Deutschland e.V., dem Dachverband der Nationalen Naturlandschaften, zu denen neben Biosphärenreservaten, auch die National- und Naturparks Deutschlands zählen.

"Die Streuobstwiese Herrengarten liegt mir am Herzen. Ich pflege die Bäume hier nicht nur für mich, sondern auch für die nächste Generation. Es ist jetzt Zeit zu handeln", betont Thomas Linde. Nach der Apfelernte sind im Oktober 40 Neupflanzungen geplant. Unterstützt wird Thomas Linde dabei von Christian Krömer, der gerade seine zweijährige Ausbildung zum Baumwart auf der Streuobstwiese absolviert.

Ziel der Bewirtschaftung ist es, die Bäume möglichst lange zu erhalten und das vielfältige Leben auf seiner Fläche zu fördern. Die Wiesenbewirtschaftung ist zertifiziert. Es wird regelmäßig kontrolliert, wie die Bewirtschaftung die biologische Vielfalt fördert. 2019 ist das Projekt, das in Kooperation mit dem Unesco-Biosphärenreservat Thüringer Wald und der Unteren Naturschutzbehörde Suhl durchgeführt wird, gestartet. Für die Bewirtschaftung der Flächen braucht es weitere Unterstützer, denn der Erhalt kostet Geld. Die Unterstützung lohnt sich: Denn Streuobstwiesen bieten nicht nur gute Lebensbedingungen für eine große Vielzahl von Pflanzen und Tieren, sie wirken sich auch positiv auf das regionale Klima aus.

Unternehmen können so genannte Naturschutzzertifikate erwerben und so die Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen auf der Streuobstwiese direkt fördern. Dank der Unterstützung eines großen Unternehmens, die durch die Kooperation mit Europcar Deutschland zustande gekommen ist, konnte bereits ein Teil der Streuobstwiese bewirtschaftet werden.

Wer den Erhalt von Streuobstwiesen fördert, trägt zudem zur Regionalentwicklung und zum Regionalbewusstsein bei. Aus den traditionellen Obstsorten entstehen beispielsweise zahlreiche regionale Produkte, die sich in der heimischen Küche einer immer größeren Beliebtheit erfreuen - weil sie gut schmecken und zugleich einen nachhaltigen Lebensstil unterstützen.

Interessenten können sich im Internet informieren.

—————

www.naturschutzzertifikate.de

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Veröffentlicht am:
18. 10. 2019
17:36 Uhr

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18. 10. 2019
17:36 Uhr



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